Kreativität in der Freizeit mit Abstand zum Alltag

Von: syn
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Teilnehmer der Sommerakademie präsentierten sich vor ausgestellten Bildern mit Akademieleiter Peter Valentiner und dem stellvertretenden Bürgermeister Theo Clemens (r.). Foto: Koenigs

Erkelenz-Hetzerath. Die Sommer-Kunstakademie in Haus Hohenbusch endete traditionell mit einer großen Ausstellung der Arbeiten, die die Teilnehmer im Laufe des Sommers erstellt haben. Zu sehen gab es im ehemaligen Kreuzherrenkloster neben Zeichnungen, Acrylbildern und Aquarellen auch Filzarbeiten und Arbeiten mit Speckstein.

Organisator Peter Valentiner bezeichnete die Eröffnung der Ausstellung am Wochenende als „schönsten Tag der Akademie”. Die Ausstellung, so betonte er bei der Eröffnung, spiegelte das Konzept: vielseitige Kreativität im Rahmen der Freizeit mit größtmöglichem Abstand vom Alltag. Die Beschäftigung mit Kunst und Kreativität seien gut für Kopf und Seele.

In Haus Hohenbusch stand nicht die reine Vermittlung der kreativen Techniken im Vordergrund, vielmehr wurde großer Wert auf Kreativität und Entfaltung der Teilnehmer gelegt. Mit diesem Konzept sind dem Peter Valentiner und seine Mitstreiterin Christina Hahn seit Jahren erfolgreich.

Dass es immer Neues zu entdecken gebe, zeigte sich am Filz, den man als Werkstoff der Kunst entdecken konnte. Dort hieß es Abschied zu nehmen vom „Bild des Pantoffels”, das man bei der Nennung des Namens im Kopf habe. Mit viel Fantasie und Tatendrang habe man sich den Aufgaben mit dem Material Filz, genähert, für die die Teilnehmer im Schnitt auch nur fünf Tage Zeit hatten.

Die Ergebnisse der Kurse geben die Bandbreite der kreativen Möglichkeiten wieder, wodurch die Abschlussausstellung auch für Besucher an Reiz gewinne.

Angesichts der heutigen technischen Möglichkeiten von Computer und digitaler Fotografie habe sich gezeigt, dass das Gehirn der Menschen „immer noch der beste Computer” sei, meinte Valentiner. Der Vorsitzende des Fördervereins, Heinz Küppers, auf dessen Betreiben die Kunstakademie 1997 nach Hohenbusch kam, erinnerte an den „Charme des Verfalls”, der in den ersten Jahren noch vorherrschte.

Die Stadt hatte das ehemalige Kloster 1984 erworben. Seit 2000 engagiert sich der Förderverein für den Erhalt und den Ausbau der Anlage, wofür bis 2008 schon rund 200.000 Euro an Spenden eingebracht wurden. Immerhin, so betonte er, habe man keine Großbaustelle mehr während der Akademie.

Angesichts der „Inflation” an Kunstveranstaltungen im Kreis und in der Region habe sich die Sommerakademie stets behaupten können. „Sie ist und bleibt etwas Besonderes”, betonte Küppers.

Valentiner verriet, dass er sich mit Küppers oftmals streite, wenn es um die Sache gehe, aber „Streit gehört bei Freunden dazu.”

Beeindruckt zeigte sich auch die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Honold-Ziegahn. Sie hob hervor, dass „Kunst den Staub des Alltags von der Seele wäscht”. Die Teilnehmer der Sommer-Kunstakademie kommen aus allen Teilen Deutschlands und des benachbarten Auslands. Viele kommen immer wieder, wenn sie einmal Blut geleckt haben.

Begleitet wurde die Ausstellungseröffnung in diesem Jahr wieder von einem Kuchenbuffet des Gambia-Hilfsprojektes Sena Nursery School.






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