Krankenhaus Erkelenz stellt neue Herzkatheterlabore vor

Von: Christian Bosten
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Beim Tag der Offenen Tür im H
Beim Tag der Offenen Tür im Hermann-Josef-Krankenhaus Erkelenz stellte Dr. Harry Elsbernd neue Endoskopiegeräte vor. Foto: Koenigs

Erkelenz. Sowohl die beiden neuen Herzkatheterlabore als auch die neue Endoskopieabteilung des Hermann-Josef-Krankenhauses in Erkelenz hatten gleichzeitig ihre Pforten am Tag der Offenen Tür geöffnet und gaben gleichermaßen Einblicke für interessierte Besucher.

Der größte Andrang allerdings war in der neuen, rund 400 Quadratmeter großen Endoskopieabteilung im zweiten Stock des alten Trakts des Krankenhauses in einem der drei Räume, in denen in gut einer Woche endoskopische Untersuchungen vorgenommen werden.

Mit Hilfe einer Puppe führte Chefarzt Dr. Harry Elsbernd eine Magenspiegelung vor und erklärte dabei die Funktionsweise der verschiedenen Geräte. Neben den Arzt- und Untersuchungsräumen ist eine ambulante Chemotherapie eingerichtet worden.

Vor allem die Endoskope der neuesten Generation sorgten für Aufsehen. Sie stehen für außergewöhnlich gute Bildqualität bei Magenspiegelungen, wobei die Bildauflösungen eine Ansicht fast wie bei einem Mikroskop ermöglichen. Dadurch besteht nun die Chance, eine Krebserkrankung wesentlich früher lokalisieren zu können.

Ebenfalls auf dem neuesten Stand befindet sich die Ultraschalldiagnostik. Dank eines modernen Sonographiegerätes gibt es zum ersten Mal die Möglichkeit, die Bildinformationen seitens der Computertomographie und der Ultraschalldiagnostik in Einklang zu bringen, um eine bestmögliche Anwendung zu erreichen.

Mit Hilfe von hoch moderner Software ist es nun möglich, Bilder und Videosequenzen von Untersuchungen den elektronischen Krankenarten zuzuordnen.

Direkt weitergeleitet

Der Vorteil entsteht dadurch, dass die Befunde direkt innerhalb des Krankenhauses weitergeleitet werden können und ein Verlust der Daten verhindert werden kann. Bis zum endgültigen Neustart wird die Endoskopieabteilung von Chefarzt Dr. Elsbernd noch in der Notfallambulanz ihren Platz haben.

Das neue „Herzstück” der kardiologischen Abteilung von Chefarzt Dr. Klaus-Dieter Winter hat seine neuen Räumlichkeiten im Keller gefunden. „Es ist sehr gut geworden. Wir haben beste Voraussetzungen geschaffen, um anspruchsvolle Medizin anzubieten”, so Winter bei der Vorstellung der beiden neuen Herzkatheterlabore.

Gleichzeitig verdeutlichte er, dass die Investition in die stetige Fortentwicklung der Herzmedizin unternehmerisch Sinn mache, da die Abteilung durch die hohen Patientenzahlen diesen Kostenfaktor wieder ausgleichen werden. Die Neueinrichtung der beiden Katheterlabore unterstreiche gleichzeitig die Vorreiterstellung des Erkelenzer Krankenhauses in der Region.

Mit der Einrichtung der neuen Angiographiesysteme ist die Grundlage gelegt worden, um die Röntgenuntersuchung der Gefäße durch verminderte Strahlenbelastung und qualitativ bessere Bilder zu ermöglichen. Neben dem neuen Labor für gewöhnliche Eingriffe ist die Elektrophysiologie als neues Aufgabengebiet hinzugekommen.

Die wie in einem Flugzeugcockpit angelegten Bildschirme sorgen nicht nur bei den anwesenden Besuchern für Erstaunen. Die neue Zwei-Ebenen-Anlage ermöglicht die elektrophysiologische Behandlung von Herzrhythmusstörungen.

Dank der eingebauten Cockpit-Funktion mit acht Bildschirmen können dreidimensionale Herzmodelle erstellt werden. Durch eine einzige Bewegung des Gerätes können zeitgleich 30 Bilder pro Sekunde erzeugt werden. Diese Vielzahl an Bildern dient zur Herstellung eines 3-D-Modells der Herzanatomie.

Erste Patienten

Mit 2-D-Röntgenaufnahmen kann dieses Modell gekoppelt werden und vereinfacht die Arbeit für den Arzt während des Eingriffs. Seit Montag werden die ersten Patienten im neuen „Herzstück” der Klinik behandelt.
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