Krankenhäuser in Sorge: Dialog mit der Politik

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Kreis Heinsberg. Die Krankenhäuser im Kreis Heinsberg befürchten erhebliche Einschnitte, wenn der Bundestag nach der Sommerpause dem Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) zustimmen sollte. Aus diesem Grund haben sich die vier Krankenhäuser Heinsberg, Geilenkirchen, Erkelenz und Wegberg an den CDU-Bundestagsabgeordneten Wilfriede Oellers mit der Bitte um Unterstützung gewandt.

An einen Tisch gesetzt

Für den Abgeordneten war es nach eigenen Angaben wichtig, schnellstmöglich einen Termin zu vereinbaren, um sich mit den Geschäftsführern der Einrichtungen an einen Tisch zu setzen und über die Auswirkungen für die Region aus Sicht der Krankenhäuser zu diskutieren. Der Grund für die Reform – so Oellers unter Berufung auf das Bundesgesundheitsministerium – sind die demografischen Veränderungen und der medizinisch-technische Fortschritt. Bei den Krankenhäusern soll zukünftig das Kriterium der Qualität im Zentrum stehen, um die medizinische Versorgung für die Patienten zu verbessern.

Finanzmittel im Blickpunkt

Aus der Sicht der Krankenhausvertreter, Jann Habbinga vom ­Hermann-Josef-Krankenhaus Erkelenz, Stefan Bienert vom St.-Elisabeth-Krankenhaus Geilenkirchen, Heinz-Gerd Schröders vom Städtischen Krankenhaus Heinsberg und Dany Molz vom St.-Antonius-Krankenhaus Wegberg, sind – wie nach dem Treffen verlautete – insbesondere die deutliche Verschlechterung der Finanzierung von Mehrausgaben, die Finanzierung des Personalbedarfs und der Notambulanzen sowie die unzureichende Bereitstellung von Investitionsmitteln die Hauptkritikpunkte am Gesetzesvorhaben des Ministeriums.

Dies könnte langfristig die Schließung von Abteilungen und möglicherweise Personalabbau zur Folge haben, hieß es. „Soweit, dass Existenzen der Krankenhäuser hier vor Ort konkret bedroht sind, ist es im Moment noch nicht“, hatte Oellers im Laufe des Gesprächs erfahren. Aus seiner Sicht ist es wichtig, dass das gute und effiziente Angebot, wie es momentan im Kreis Heinsberg vorhanden sei, auch weiterhin angeboten werden könne.

„Wohl der Patienten“

Oellers erklärte: „Wichtig ist mir das Wohl der Patienten und, dass der Kreis Heinsberg eine gute und hinreichende Krankenhausversorgung hat. Das ist für die Menschen in unserem Kreis sehr wichtig. Wenn längere Fahrzeiten zu Spezialkliniken in Zukunft anfallen, bedeutet dies auch eine schlechtere Versorgung vor Ort und Unannehmlichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Heinsberg.

Dies muss verhindert werden.“ Oellers sagte den Klinikleitern zu, die Kritikpunkte und befürchteten Auswirkungen für den Kreis Heinsberg mit den Gesundheitspolitikern in Berlin zu erörtern. Ebenfalls werde er diese auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe darlegen.

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