Kreis Heinsberg - Kräfte bündeln: „Integration Point“ soll Flüchtlinge eingliedern

Kräfte bündeln: „Integration Point“ soll Flüchtlinge eingliedern

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Das Jobcenter und die Agentur für Arbeit sowie der Kreis und die Städte und Gemeinden arbeiten seit einigen Tagen im Projekt „Integration Point“ – zu Deutsch: Integrationspunkt – zusammen. Am Montag wurde nun eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Erklärtes Ziel sind eine ganzheitliche Beratung und Unterstützung, um den Kommunen zugewiesene Flüchtlinge und Asylbewerber mit hoher Bleibeperspektive frühzeitig in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu integrieren.

Um dieses Ziel zu erreichen, bündeln nicht nur Arbeitsagentur und Jobcenter ihre Kompetenzen, vielmehr soll auch eng mit kommunalen Stellen zusammengearbeitet werden, seien es nun Ausländerbehörde, Sozial- und Jugendämter oder Integrationszentrum, Flüchtlingsbeauftragte und andere Dienststellen.

Helmut Nobis, Geschäftsführer des Jobcenters, erklärte: „Durch eine zielgerichtete Koordination und eine effektive Netzwerkarbeit mit Spezialisten gilt es, Transparenz und einen Wissenstransfer für alle Akteure zu schaffen, um so eine zügige und kompetente Betreuung anbieten zu können. Eine spannende Aufgabe. Wir arbeiten da Hand in Hand.“

„Durch Koordinierung erforderlicher Maßnahmen untereinander entsteht für die Kunden am Ende der Eindruck der Hilfe aus einer Hand“, so Gabriele Hilger, Leiterin der Agentur für Arbeit Aachen-­Düren. So könnten insbesondere durch Sprachförderung – „Sprache ist der Schlüssel für vieles“ – oder Kompetenzentwicklung frühzeitig Strategien zur Integration eingeleitet und Weichen in Arbeit oder Ausbildung gestellt werden.

„Nur durch gemeinsame Anstrengungen kann es gelingen, die großen Herausforderungen des Flüchtlingszustroms gut zu bewältigen und auch die darin liegenden Chancen zu nutzen“, ließ Landrat Stephan Pusch wissen.

Peter Jansen aus Erkelenz als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Bürgermeister im Kreis Heinsberg unterstrich die Bedeutung von enger Zusammenarbeit und schneller unkomplizierter Verständigung. „Wir versuchen, das zu tun, was wir können, zu bündeln, was zu bündeln ist.“ Den „Integration Point“ bewertete er da als ­„guten Ansatz“.

Für den „Integration Point“ stehen Räume in der Jobcenter-Geschäftsstelle in Heinsberg an der Schafhausener Straße zur Verfügung, wo zwei Fachkräfte der Arbeitsagentur und zwei Fachkräfte des Jobcenters vor allem koordinierende und zentrale Aufgaben wahrnehmen sollen. Die Betreuung der Flüchtlinge solle hingegen im Regelbetrieb der dezentralen Jobcenter erfolgen, hieß es.

Betont wurde bei dem Pressegespräch am Montag im Heinsberger Jobcenter nicht nur mehrfach die Bedeutung der deutschen Sprache als Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Integration. Herausgestellt wurde auch, dass dank zusätzlicher Mittel kein aktueller Jobcenter-Kunde befürchten müsse, dass er deshalb nun zurückstehen müsse.

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