Konzept gegen das Vergessen

Von: hewi
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Erkelenz. Mit zwei Bronzetafeln an historisch relevanten Orten will der Heimatverein dazu beitragen, den Bürgern Wissen über die Stadtgeschichte zu vermitteln. Damit knüpft der Verein an das Konzept an, das bereits mit der „Route gegen das Vergessen” umgesetzt worden ist.

Zu viel sei in Vergessenheit geraten, erklärte der Vorsitzende Günther Mertens. So zum Beispiel auch, dass es in Erkelenz vom 16. Jahrhundert bis zur napoleonischen Besatzung auch ein Franziskanerkloster gegeben hat. Seine Bauten wurden nach der Auflösung 1803 von der Stadt genutzt. Heute erinnert nur noch die Statue des Heiligen Franziskus an den Standort des Klosters, was allerdings nur wenige Bürger wissen.

Stadthalle an Stelle des Klosters

Das letzte Klostergebäude musste in den 50er-Jahren dem damaligen Neubau der Stadthalle weichen. Am Franziskanerplatz zwischen Haus Spiess und der Leonhardskapelle soll nun eine Relieftafel aus Bronze errichtet werden, die auf das Kloster, seine Gebäude und die mit dem Kloster zusammenhängenden Straßen wie den Zehnthofweg hinweisen. Die Platte soll an einem Steinsockel installiert werden, ähnlich der Platte, die vor dem Alten Rathaus angebracht wurde.

Eine weitere Tafel zum Gedenken an den Ritter und Pilger Arnold von Harff soll an der Lövenicher Pfarrkirche St. Pauli Bekehrung angebracht werden. Auf ihr wird auf den Ritter und seine Grabplatte hingewiesen, die sich in der Kirche befindet.

Jakobswege im Rheinland

Das geschieht auch vor dem Hintergrund, dass der Landschaftsverband Rheinland einen Band über die Jakobswege im Rheinland herausgeben wird. Mit der Platte sollen die Pilger an den berühmten Sohn der Gemeinde erinnert werden, der den Jakobsweg lange vor Hape Kerkeling berühmt gemacht hat.

Auch in St. Lambertus soll eine Platte an die Geschichte des Turms und seine Zerstörung im zweiten Weltkrieg erinnern. Geplant ist eine Platte aus Acrylglas mit den Maßen 80 mal 80 Zentimeter, die vom Haupteingang aus rechts am Aufgang zum Turm angebracht wird.
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