Konzept für altes Freibad trifft den Nerv

Von: Anna Petra Thomas
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So könnte er aussehen, der Kinder-Wasser-Spielplatz in Trinkwasserqualität.

Wassenberg. Einstimmig hat sich der Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Wassenberg in einer Sondersitzung für das Konzept einer Investorengruppe zur Folgenutzung des ehemaligen Wassenberger Freibades ausgesprochen.

Nachdem sich im Weiteren der Wirtschaftsförderungs- und Grundstücksausschuss in Bezug auf die vertraglichen Regelungen der Stadt mit den Investoren mit der Thematik befasst hat, wird die Entscheidung über das neue Konzept in der Ratssitzung am Donnerstag, 3. Mai, fallen.

Viele Zuschauer

„Man sieht, das Thema ist sehr heiß”, bemerkte Ausschussvorsitzender Karl-Heinz Dohmen mit Blick auf die ansehnliche Zahl von Zuschauern in seiner Begrüßung. Architekt Dirk Cordes erläuterte anschließend das Konzept der Investorengemeinschaft, bestehend aus Norbert Dahmen und Georg Hensges aus Wassenberg sowie Piet Janssen aus Vlodrop. Die Planung enthält zahlreiche schon bisher diskutierte Ideen wie die weitere Nutzung des ehemaligen Bademeisterhäuschens als Café mit integrierter Außengastronomie, die Schaffung einer terrassenförmigen Tribüne auf der ehemaligen Liegewiese an der Stadtmauer oder die Schaffung eines Beachvolleyballfeldes. Hinzu kommen aber weitere, neue Vorschläge, die von den Ausschussmitgliedern allesamt sehr positiv aufgenommen wurden.

Da wäre zunächst die Idee, einen Teil der bisherigen Freibadfläche wieder in eine Wasserfläche umzuwandeln, angrenzend an die Außenfläche des Cafés, und dort einen neuen Kahnbetrieb zu installieren. Der zwischen dieser Fläche und dem bestehenden Gondelweiher vorhandene Gehweg würde mit einer Brücke ausgestattet, so dass die Boote darunter hindurch auf den Weiher fahren könnten. Oberhalb des Bootsbetriebes soll ein Kinder-Wasser-Spielplatz in Trinkwasserqualität entstehen.

Multifunktionsspielfeld

Unterhalb des Beachvolleyballplatzes, der den Rest der bisherigen Freibadfläche einnehmen würde, planen die Investoren ein sogenanntes Multifunktionsspielfeld. Darauf wollen sie in den Wintermonaten eine Eisbahn betreiben „mit einem integrierten ansprechenden Weihnachtsmarkt in den Vorweihnachtswochen”, so das Konzept. Für den Rest des Jahres sollen auf dieser Fläche weitere Veranstaltungen durchgeführt werden, „ausdrücklich auch unter Einbindung und Beteiligung der niederländischen Nachbarn”.

In den ehemaligen Umkleideräumen des Freibades wollen die Investoren neben Toiletten- und Technikräumen ein sogenanntes Backhaus einrichten, das für Familienfeiern und andere Festlichkeiten genutzt werden kann. Dieses ganzjährig ausgerichtete Nutzungskonzept füge sich nahtlos in das Tourismuskonzept der Stadt, belebe die Innenstadt und werde Anziehungspunkt für viele Besucher sein, die dann auch weitere Einrichtungen der Stadt nutzen könnten und dies auch tun würden.

Ziel des Dreier-Teams ist, alle Arbeiten in diesem Jahr noch soweit fertigzustellen, dass pünktlich zur Vorweihnachtszeit Eislaufbahn und Weihnachtsmarkt eröffnet werden können.

„Ein grandioses Konzept”, befand Dr. Susanne Beckers nach der Präsentation für die FDP.

Dankbar für die Investoren

Von einer „Erholungs- und Freizeitoase”, wie sie Wassenberg bisher nicht hatte, sprach Ricardo Poniewas von der SPD. Seinem Vorschlag, auch die Verlegung des Spielplatzes von der gegenüberliegenden Straße auf das Gelände unten in die Konzeption einzubeziehen, folgte die Verwaltung nicht und hielt daran fest, eine Entscheidung zunächst nur für den derzeit eingefriedeten Bereich zu treffen. Man müsse dankbar sein, dass sich für ein solches Projekt Investoren gefunden hätten, äußerte sich schließlich auch Matthias Cremer positiv für die CDU.
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