Konjunkturpaket ermöglicht Bau

Von: kl
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So soll das neue Sport- und Familienbad in Erkelenz aussehen. Links neben dem Freibadbecken steht das Sportschwimmbecken. Hinter dem Freibad ersteckt sich der Erlebnisbereich mit der 60 Meter langen Wasserrutsche.

Erkelenz. Tief in die Tasche muss Kämmerer Joseph Grün greifen, um den Bau eines Sport- und Familienbades in Erkelenz zu bezahlen. Rund 9,5 Millionen Euro wird das Projekt kosten, dessen Baupläne der Bau- und Betriebsausschuss mit 15 gegen zwei Stimmen akzeptierte.

Der Neubau soll die in die Jahre gekommene Badeanstalt an der Westpromenade ersetzen und befindet sich im Prinzip auf einem Großteil der jetzigen Liegefläche des Freibades zwischen Krefelder Straße und Westpromenade.

Normalerweise hätte sich die Stadt Erkelenz dieses neue Bad nicht geleistet und darauf gehofft, dass die vorhandenen maroden Anlagen noch eine Zeitlang halten, wissend, dass die Sanierungskosten von Jahr zu Jahr höher werden würden. „Ohne Konjunkturpaket II wäre das Bad nicht machbar gewesen”, sagt CDU-Fraktionssprecher Rainer Merkens. Die 5,2 Millionen Euro aus der Bundeskasse machen den Eigenanteil erträglich. So sieht es auch SPD-Sprecherin Astrid Wolters, für die das neue Bad „eine gut passende Lösung für Erkelenz” ist.

Wie bereits berichtet, werden nach den Plänen eines Architektenbüros ein Hallenbad mit sechs Bahnen und Sprungturm und ein Erlebnisbereich von rund 400 Quadratmetern mit einer 60 Meter langen Wasserrutsche gebaut sowie ein Freibadbecken aus Edelstahl mit drei Schwimmbahnen und einem Erlebnisbereich.

Eine „großflächige Verbindung zwischen innen und außen” sei sichergestellt, meinte der Technische Beigeordnete Ansgar Lurweg. Nach seinem Bericht seien die Sportvereine und die Schulen mit den vorgestellten Plänen einverstanden: „Nach einhelliger Meinung sind sie optimal.” Ausdrücklich betonte er, dass das Bad intensiv für den Schulunterricht genutzt wird. Deshalb habe man bei der Planung darauf Rücksicht genommen.

Viel Glas, Klinker und Holz sollen das Bad in die grüne Umgebung einpassen, erläuterte das Architektenbüro. Seine Aufgabe, ein attraktives Sport- und Familienbad zu planen, hat es nach Ansicht der Ausschussmehrheit erfüllt. Zufrieden waren die Mitglieder auch darüber, dass die Liegeweise ihre jetzige Größe beibehalten könnte. Auch ökologische Aspekte sollen beachten werden. So sorgt ein Blockheizkraftwerk für Energie und bietet das Dach Platz für eine Photovoltaikanlage der Sonnenschein eG.

Lediglich die Bürgerpartei stimmte wegen der finanziellen Lage der Stadt der Planung nicht zu.

Ehrgeizig wie der durch die Kostenobergrenze reglementierte Bauplan ist auch der Zeitplan. So sollen schon am 1. September an der Krefelder Straße die Bauarbeiten für das Hallenbad beginnen. Im März 2011 soll der Rohbau stehen. Danach rückt bis Ende Juni 2011 der Bau des neuen Freibadbeckens in den Vordergrund. Bis Mitte Dezember bleibt dann Zeit für Innenausbau, Ausstattung und Probebetrieb, ehe es Ende 2011 zur feierlichen Inbetriebnahme kommen soll.
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