Kommunaltagung: „Die EU muss regionale Banken stärken“

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Bei der Fachtagung Kommune: ­Bankensprecher Dr. Veit Luxem (Mitte) mit den Referenten Dr. Jörg Hopfe (r.) und Professor Christian Zielke. Foto: Bindels

Kreis Heinsberg. „Zukunft gestalten“ lautete das Motto der Fachtagung „Kommune aktuell“, zu der die Genossenschaftsbanken Bürgermeister, Beigeordnete und Kämmerer eingeladen hatten. Im Hause der Volksbank Heinsberg diskutierten die Teilnehmer über zukunftsträchtige Investitionen und ihre Finanzierung – aber auch über die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen.

„Wenn es darum geht, Zukunftsinvestitionen der regionalen Wirtschaft zu finanzieren, sind die Volksbanken und Raiffeisenbanken unverzichtbar“, so der Kreissprecher der Banken, Dr. Veit Luxem. „Die EU muss diese Banken stärken“. Leider liefen viele politische Initiativen aus Brüssel derzeit darauf hinaus, dass private internationale Geschäftsbanken Vorteile erhielten und solide regionale Genossenschaftsbanken geschwächt würden.

So plane die EU-Kommission eine Vergemeinschaftung der europäischen Einlagensicherung. Dies würde bedeuten, dass die hiesigen Genossenschaftsbanken künftig für Spareinlagen bei Banken überall in Europa haften müssten. „Die Beiträge, die unsere Banken an die Einlagensicherung leisten müssten, würden wohl deutlich steigen – denn die Risiken bei einigen großen privaten europäischen Banken sind erheblich höher als bei den deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken“, so Luxems Befürchtung. „Das Mittelstandskreditgeschäft, das vor allem von soliden, kleinen Banken betrieben wird, würde leiden.“

Kommunen stehen indes vor der Herausforderung, den Investitionsrückstand bei der öffentlichen Infrastruktur zu bewältigen, wie Dr. Jörg Hopfe, Direktor und Abteilungsleiter für Öffentliche Kunden bei der NRW.Bank, erklärte. Es handle sich um eine „Generationsaufgabe“. Hopfe stellte Investitionsmodelle vor, mit denen die Förderbank des Landes die Kommunen bei der Modernisierung der Infrastruktur unterstütze.

Hohe Verantwortung für Menschen und Ergebnisse tragen und gleichzeitig auf Dauer innovativ sein kann nur, wer „auch unter Druck seine Work-Life-Balance und seine Gesundheit erhält“. Das betonte Christian Zielke, Professor für Kommunikation in der Wirtschaft an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen-Friedberg, in seinem Vortrag „Boxenstopp für Leistungsträger“.

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