Kommentiert: Was bleibt, ist die Hoffnung

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Kommentiert: Was bleibt, ist die Hoffnung

Ein Kommentar von Nicola Gottfroh

Nein, der Blitzmarathon habe nicht das Ziel, Geld in die leeren Kassen der Kommunen zu spülen, wird Innenminister Jäger vor jeder Blitzaktion nicht müde zu beteuern. Es ginge darum, zu sensibilisieren und Leben zu retten. Blödsinn, sagen Kritiker, denn genau das sei Sinn und Zweck der Sache. Ob so oder so – wer sich am Donnerstag blitzen ließ und damit unfreiwillig Geld in welche Kasse auch immer spülte, war selbst schuld.

Immerhin war die Aktion medienwirksam Wochen vorher angekündigt worden, die Standorte der Messungen hatte die Polizei bis ins Detail veröffentlicht. Selbst Menschen mit unterdurchschnittlichem Informationsbedürfnis dürften von der Aktion gehört haben. Man ist also geneigt zu sagen: Jeder wusste Bescheid – auch die Raser. Und deshalb lässt sich über den Sinn oder Unsinn der Aktion streiten.

Denn beim Blitzmarathon fasste die Polizei in der Vergangenheit häufiger die Autofahrer, die mit leicht überhöhter Geschwindigkeit unterwegs waren, als die echten Raser. Die, die dem Geschwindigkeitswahn verfallen sind, bekommt man nur mit nicht diesen angekündigten Kontrollen. Denn bei ihnen hat die Aktion eine Halbwertzeit von 24 Stunden. Und so ist womöglich schon heute bei den Tempowahnsinnigen wieder alles vergessen. Aber vielleicht bekommt die Polizei sie heute. Unangekündigt. Es bleibt zu hoffen.

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