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Kommentiert: Frauen verhindern, dass die Schützen verstauben

Ein Kommentar von Rainer Herwartz

Als das Schützenwesen in Deutschland im letzten Jahr in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Unesco aufgenommen wurde, erklärte ein Expertenkomitee unter anderem, das Schützenwesen sei „Ausdruck lokal aktiver Kulturpraxis mit lebendiger Traditionspflege, die stark in örtliche Sozial- und Kulturmilieus eingebunden ist“.

In Erkelenz wurde das am Wochenende wieder überdeutlich. Auch wenn in der heutigen, schnelllebigen Zeit Werte, die jetzt noch Bestand haben, morgen vielleicht schon bedeutungslos geworden sind, so hat das Schützenwesen dennoch über Generationen hinweg seinen Platz in unserer Gesellschaft erhalten können.

Ein Zufall ist das sicher nicht, denn Begriffe wie Glaube, Sitte und Heimat, für die die Schützen stehen, kommen in ihren Grundfesten nie aus der Mode. Auch wenn sich die Inhalte mit der Zeit verändern. Gerade den weiblichen Schützen – und hier besonders den Schützenköniginnen – kommt in diesem Zusammenhang die Aufgabe zu, dafür zu sorgen, dass dies auch weiterhin so bleibt und die Schützenbruderschaften nicht am Ende doch noch zu reinen Männerzirkeln verstauben, wie dies von manchen Kritikern gerne behauptet wird.

Die Kunst besteht darin, sich für junge Menschen zu öffnen, ohne die eigene Basis aus den Augen zu verlieren. Das verlangt auch diplomatisches Geschickt. Und dieses Metier beherrschten die Frauen schon in der Geschichte meist besser als die Männer, wie nicht zuletzt die charmante Präsenz von Schirmherrin Anne Prinzessin zu Salm Salm in Erkelenz erneut bestätigte.

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