Kommentiert: Einen echten Coup gelandet

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Kommentiert: Einen echten Coup gelandet

Ein Kommentar von Rainer Herwartz

Wäre Thomas Giessing, der Ex-Leichtathlet, ein Bundesligaspieler bei Schalke, der zum Ruhrpott-Rivalen Dortmund wechselt, wären beim nächsten Aufeinandertreffen der Clubs im legendären Derby zweifellos Rufe wie „Giessing, wir wissen, wo Dein Auto steht“ aus der Schalker Fankurve garantiert.

Dass ähnliche „Verlautbarungen“ nun aus den Reihen der Heinsberger Volksbank erschallen, steht für den groß gewachsenen Banker zum Glück nicht zu befürchten. Gleichwohl hätten auch die Volksbankianer den 56-Jährigen lieber weiter bei sich auf der Bank als in der Sturmspitze der Konkurrenz gesehen.

Bernd Krückel glaubt indes nicht, dass Giessing seine Insider-Kenntnisse aus Volksbank-Zeiten nun gegen die Volksbank und zum Vorteil der Kreissparkasse nutzen werde. Hm. Auch wenn man unterstellt, dass die Bankbranche ein ehrenwertes Gewerbe ist, so kann doch niemand ernsthaft glauben, dass das eigene Wissen bei zukünftigen Entscheidungen partiell ausgeblendet werden könnte, nur um einen Ehrenkodex nicht zu verletzen.

Das funktioniert ebenso wenig wie die Aufforderung eines Richters an die Geschworenen, das eben Gehörte außer Acht zu lassen. Fest steht: Der Kreissparkasse Heinsberg ist mit der Verpflichtung Giessings ein Coup gelungen, an dem die Heinsberger Volksbank zu knabbern haben dürfte. – Und das auch noch ablösefrei.

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