Komasaufen ist „voll daneben”

Von: hewi
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Erkelenz. Die Arbeitsgruppe Jugendschutz im Kreis Heinsberg hat vor rund einem Jahr die Aktion „Weniger Alkohol” gestartet. Damit sollen Jugendliche und junge Erwachsene angesprochen werden. Dementsprechend sprechen die Poster und Postkarten eine drastische Sprache.

Sie zeigen junge Menschen, denen der viele Alkohol nicht gut getan hat. Sie liegen neben dem Klo, wurden im Vollsuff von ihren Freunden bunt angemalt oder haben sich auf und in ihre Kleidung übergeben und eingenässt. Und das ist, so lautet die Textaussage „Voll daneben” oder „Voll angeschmiert”.

Ein maßvoller Umgang

In einer weiteren Stufe werden nun die Gaststätten, Diskotheken und Abgabestellen von Alkohol in die Kampagne integriert. Den Auftakt machen Aufkleber mit dem Slogan „Wir schauen hin!”, die sowohl an die Betreiber als auch an das junge Publikum appellieren.

Ziel ist es, das „Komasaufen” der jungen Konsumenten zu verhindern und sie zu einem maßvollen Umgang mit Alkohol anzuhalten. Die Kampagne wurde auch auf der letzten Sitzung des Erkelenzer Jugendhilfeausschusses vorgestellt. Der Erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen betonte, dass die Stadt die Kampagne unterstütze.

Darüber hinaus wird die Stadt auch wieder aktiv. Nachdem in diesem Jahr die Promille-Scouts auf Altweiber erstmals erfolgreich im Einsatz waren, werden sie auch 2011 wieder ausrücken und sich während der Stoßzeiten auf dem Markt und in den Gaststätten auf die Suche machen. Sie suchen den direkten Kontakt zu den jungen Leuten und klären über die Folgen und Gefahren des Alkoholkonsums auf. Den ersten Einsatz des sechsköpfigen Teams der Promille-Scouts bewertete Gotzen durchaus positiv.

Ein kreisweites Angebot

Um Aufklärung über Extremismus ging bei dem kreisweiten Angebot des Saubandenspiels, das in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal angeboten werden konnte. Ziel des Rollenspiels ist die emotionale und rationale Auseinandersetzung mit den Gegebenheiten des Dritten Reiches und anderer totalitärer Regime, in denen Menschen ausgegrenzt werden.

In Erkelenz nahmen zwei Klassen des neunten und zehnten Jahrganges an dem Spiel teil. Im Herbst wurde das Theaterstück „Brauner Engel” angeboten, in dem es auch um Mechanismen der Ausgrenzung und Unterdrückung ging. Dabei handelte es sich um eine Zusammenarbeit des Erkelenzer mit dem Hückelhovener und dem Kreisjugendamt.

Rund 700 Schüler aus dem Kreisgebiet nahmen an den Aufführungen teil. In Erkelenz waren es 240 Schüler aus insgesamt acht Klassen, die die Aufführungen in der Leonhardskapelle besuchten. Das Engagement für junge Menschen sei der Stadt wichtig, betonte Gotzen.

Entsprechende Mittel seien im Entwurf für den nächsten Haushalt enthalten.
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