Heinsberg - Kolumbianische Priester von der Herzlichkeit überrascht

Kolumbianische Priester von der Herzlichkeit überrascht

Von: anna
Letzte Aktualisierung:
Kolumbien Priester Probst Kirche Dom Herzlichkeit
Bernardo Quintero Gutiérrez (rechts) und Daniel Arturo Vásquez Ordoñez am Portal des Heinsberger Selfkantdoms. Repro: anna

Heinsberg. 14 Mitglieder zählte die Delegation von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der katholischen Kirche Kolumbiens, die für knapp drei Wochen in Aachen weilten und von dort aus auch die einzelnen Regionen des Bistums besuchten. Kolumbien ist bereits seit Jahrzehnten Partnerland der Bistümer Aachen und Würzburg.

So war Heinsbergs Propst Markus Bruns, als Vertreter des diözesanen Priesterrats Mitglied der Aachener Kolumbien-Kommission, Gastgeber für die Priester Bernardo Quintero Gutiérrez und Daniel Arturo Vásquez Ordoñez. Beide leiten in ihrer Heimat ein Priesterseminar.

Fünf Tage verbrachten die südamerikanischen Kollegen in der Propstei und „erkundeten“ von dort aus gemeinsam mit dem Propst die Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Heinsberg-Waldfeucht. Mit Hilfe hauptamtlicher, aber auch vieler ehrenamtlicher Kollegen absolvierten die Gäste ein anspruchsvolles Programm, das für sie so einige Überraschungen bot. Gemeinsam mit Bruns zelebrierten sie heilige Messen in Unterbruch und Laffeld, im Haus der Caritas in Heinsberg und schließlich auch in St. Gangolf in der Innenstadt. In Bruns Heimat Birgelen besuchten sie das Pützchen und zelebrierten mit ihm eine Trauung.

Einer Führung durch den Selfkantdom folgte eine Begegnung mit Priestern und Laien der GdG. Helmut Hawinkels erläuterte den beiden zu dem die Geschichte von Burg- und Kirchberg ringsherum. Bleibende Eindrücke hinterließen bei den Gästen der Besuch bei Bürgermeister Wolfgang Dieder im Rathaus, bei Pfarrer Sebastian Walde in der evangelischen Kirche und beim Oberbrucher Hilfsprojekt Amos. „Eine Ökumene, wie wir sie in unserer GdG pflegen, war für die beiden völlig neu und interessierte sie natürlich sehr“, so Bruns.

Bei Amos in Oberbruch habe die kolumbianischen Priester vor allem die Tatsache beeindruckt, dass sich hier auch Menschen ehrenamtlich engagieren, die selbst von Armut und Arbeitslosigkeit betroffen sind. Die Verständigung war dabei übrigens kein Problem, nicht nur, weil einer der beiden Gäste Deutsch sprach. Ein mexikanisch-deutsches Ehepaar aus Tüschenbroich, Veronika Bündels und Alberto Rodríguez, übersetzte für die Gäste vom Deutschen ins Spanische und natürlich auch umgekehrt.

Begegnungen im privaten Rahmen bei Mittagessen oder Grillabenden rundeten den fünftägigen Aufenthalt in der Region ab. „Wir haben von unseren Gästen von einer sehr lebendigen Kirche in Kolumbien erfahren“, resümiert Bruns. „Sie hatten von uns die Vorstellung sehr kühler, sachlicher Katholiken in eher leeren Kirchen.“ Dieses Bild habe sich für sie gewandelt. „Die beiden Priester haben sich sehr für unsere Gastfreundschaft bedankt“, freut sich der Propst über eine Einladung nach Kolumbien.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert