Kollegs und Handwerker arbeiten Hand in Hand

Von: mabie
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Mit Holz etwas schaffen, das konnten auch mögliche zukünftige Tischler, die sich beim Infotag an den Berufskollegs in Geilenkirchen einmal selbst ausprobieren konnten. Foto: Markus Bienwald
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Selbst eine Rose aus Metall formen: Das war nur eines der handwerk­lichen Angebote beim Informationstag in Geilenkirchen. Foto: Markus Bienwald

Kreis Heinsberg. Wer rund um die Gebäude der Berufskollegs in Geilenkirchen am Berliner Ring einen Parkplatz suchte, hatte es schwer. Grund dafür war der große Andrang beim Informationstag. Die kreiseigenen Berufskollegs Wirtschaft (BKW) und Ernährung – Sozialwesen – Technik (EST) luden gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft Heinsberg zu einem Markt der Möglichkeiten ein.

„Wir bieten hier einen Einblick darin, was wir als Berufskollegs in Verbindung mit dem Handwerk an Chancen und Möglichkeiten für junge Menschen nach der Sekundarstufe I bieten“, erklärte Rolf-Dieter Crott, Schulleiter vom Berufskolleg EST. Und das war einiges, denn überall gab es etwas zu sehen. Neben den vielen Infoständen im weitläufigen Foyer des Schulkomplexes hatten sich die Handwerksbetriebe und einzelnen Fachrichtungen in den Pausenräumen mit eigenen Ständen auf interessierte Besucher eingestellt.

Bei den „Metallern“ durfte beispielsweise selbst Hand angelegt und eine Rose aus Metall geformt werden. Späne flogen nebenan bei den Tischlern, während die Maurer gegenüber eine kleine Mauer hochzogen. Dazu gab es Unterrichtsbesuche samt Führungen durch den riesigen Gebäudeverbund sowie die Auflistung möglicher Schulabschlüsse und Kombinationen mit einer Ausbildung oder Praktika.

Der Termin war ganz bewusst gewählt, wie Crott erklärte: „An diesem Tag beginnt die einmonatige Anmeldefrist für unsere beiden Berufskollegs, so ist es ideal, wenn sich die Jugendlichen hier schon einmal einen Überblick verschaffen können.“

Die neun ohnehin im Verbund mit dem Handwerk am Schulstandort angebotenen handwerklichen Ausbildungszweige boten laut Hauptgeschäftsführer Dr. Michael Vondenhoff von der Kreishandwerkerschaft „eine gute Gelegenheit, die Entscheidung für den Berufseinstieg in die Hand zu nehmen“. Die Angebote der Berufskollegs und des Handwerks standen aber nicht in Konkurrenz zueinander, sondern sorgten für ein möglichst breit aufgestelltes Spektrum. „Wir halten beim Tag der Offenen Tür die Hemmschwelle niedrig, sich über die schulischen Möglichkeiten zu informieren“, so BKW-Schulleiterin Gabriele Kaspers.

Das Zusammenspiel erfahrener Pädagogen und Ausbildungsleiter sowie die Gelegenheit, mit Azubis oder Schülern über die Chancen eines Studienganges oder eines Ausbildungsberufes zu sprechen, dies waren weitere Pluspunkte dieses Tages. „Auch profitieren wir von unserer gewachsenen Kooperation mit der Agentur für Arbeit“, brachte Kaspers noch einen weiteren Aspekt und Aussteller mit ein. Denn die Agentur für Arbeit war wieder mit aktiven und erfahrenen Beratern und einem großen Stand vor Ort.

Abgerundet wurde der mit vielen Infos und Aktionen zum Ausprobieren gespickte Vormittag noch durch Stände, die nicht direkt mit Bildung und Ausbildung zu tun hatten, aber dennoch einen lebendigen Einblick in das Schaffen an der Schule boten. So entstand die sehr aktive „SPS-Foun­dation“ für Flüchtlingshilfe aus einem Schülerprojekt des Berufskollegs, und die Fotoaktion „Zeig‘ Gesicht gegen Rassismus“ war eine Möglichkeit, die eigene Meinung zu zeigen.

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