Kluge Köpfe lassen Züge schweben

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Sie schnupperten im Forschungszentrum Jülich Luft, die sie möglicherweise bald täglich atmen werden.

Erkelenz. Eine fallende Stecknadel wäre zu hören gewesen - so konzentriert widmeten sich fünfzehn Schüler des Cusanus-Gymnasiums ihren Versuchsanleitungen im Jugendlabor des Forschungszentrums Jülich.

Nach einer kurzen Einführung in die Arbeit des Forschungszentrums durch das betreuende Team und nachdem die Kinder ihr eigenes Vorwissen mit Hilfe einer Mind-Map präsentiert hatten, stand nun vor allem praktisches Lernen auf dem Plan.

Ganz professionell in weißen Kitteln und mit Schutzbrillen ausgestattet, experimentierten die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen. Während es am Anfang noch darum ging, physikalische Grundlagen wie den elektrischen Widerstand und das Prinzip der Induktion zu festigen, kam es schon bald zum ersten Höhepunkt, dem Experimentieren mit flüssigem Stickstoff.

„Dass man uns flüssigen Stickstoff anvertraut und wir ganz für uns experimentieren durften, hätte ich nicht gedacht”, freute sich eine Schülerin und erntete große Zustimmung. Die Kinder konnten auf diese Weise selbst untersuchen, wie ein Material bei tiefen Temperaturen seinen elektrischen Widerstand verliert und supraleitend wird.

Zum Knalleffekt kam es, als das Team des Forschungszentrums dieses Phänomen auf eine Modelleisenbahn anwendete, so dass diese in rasanter Geschwindigkeit über ihre Gleise schwebte. In der Mittagspause ließen sich die Schüler das hervorragende Essen schmecken.

Gestärkt konnten sich die Kinder anschließend ein Bild machen, wie die Erkenntnisse der Forschung ganz praktische Anwendung finden. Dazu durften sie mit einem SQUID-Messsystem im Herzzentrum des Forschungszentrums das Magnetfeld des Herzens an sich selbst untersuchen.

In diesem Zusammenhang erforschten sie im Labor die Zusammenhänge von Magnetismus und Supraleitern. Während des ganzen Tages unterstützten die Mitarbeiter des Forschungszentrums die Kinder geduldig und beantworteten verständlich ihre zahllosen Fragen. Mit einer gemeinsamen Abschlussrunde, in der jeder der Schülerinnen und Schüler, das Team und die Lehrerinnen und Lehrer ihre Eindrücke äußern konnten, endete ein intensiver, ereignisreicher und spannender Tag. „Später hier zu arbeiten, wäre schon richtig cool”, brachte ein Schüler seine Meinung schließlich auf den Punkt.
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