Klimatisch: Geografin will Menschen vor Ort aktivieren

Von: Christian Bosten
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Erkelenz. „Seit 2010 hat sich einiges getan”, so Andreas Schuflitz, Leiter der Projektgruppe „Klimaschutz für Erkelenz”. Der vor kurzem gegründete KlimaTisch präsentierte gemeinsam mit Mady Olonscheck vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung seine erste Informationsveranstaltung.

Unter dem Thema „Neueste Erkenntnisse der Klimaforschung und Aktionsmöglichkeiten auf lokaler Ebene” stellte die Diplom-Geografin die Ergebnisse der vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Auftrag gegebenen Studie vor. Im Blickpunkt der Untersuchung standen die Auswirkungen von klimabedingten Extremwetterereignissen auf die Gesundheit, auf die Energiewirtschaft sowie auf den Bevölkerungsschutz.

Ziele der Veranstaltung waren, das Bewusstsein für den Klimawandel zu schaffen und lokale Maßnahmen in die Wege zu leiten, um dem Wandel entgegenzuwirken. In ihrem Vortrag präsentierte Mady Olonscheck zunächst den Klimawandel mitsamt seinen Ursachen.

Hauptursache ist der Ausstoß von Treibhausgasen, wobei besonders China und die USA für die größte Verbreitung sorgen. Auch das hohe Aufkommen von Flugverkehr gehört mit zu den Verursachern, wobei sich die Anzahl der Passagierflugzeuge in der Luft noch weiter erhöhen wird. Die steigenden Temperaturen tragen auch zum Klimawandel bei, da die Zahl der Fischpopulationen in den Gewässern drastisch schrumpft.

Die Folgen für den Menschen durch die globale Erwärmung entstehen durch Todesfälle bei Extremwettererscheinungen oder durch Eingriffe in die Nahrungskette. Gleichsam dringen immer mehr tropische Infektionskrankheiten nach Europa durch.

Leitfaden entwickeln

Somit wäre ein erster Schritt für jede Gemeinde, einen Leitfaden zu entwickeln, um auf Extremwetter und seine verschiedenen Auswirkungen vorbereitet zu sein. Projektleiter Andreas Schuflitz plädierte in der nachfolgenden Diskussion dafür, dass die Menschen vor Ort aktiv eingreifen können, um ihren Beitrag zum Klimawandel leisten zu können.

Eine erste Maßnahme wäre, dass sich die Städte enger miteinander vernetzen, um Synergien zu schaffen. Der Wechsel des Stromanbieters, die Umstellung der Straßenbeleuchtung oder die Umrüstung der öffentlichen Gebäude auf Sonnenenergie sind erste Ansätze, die weitere Kreise ziehen können.
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