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Klimaschutzarbeit: Weichen sind gestellt

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Erkelenz. Der Rat der Stadt Erkelenz hat jetzt die Weichen für die weitere Klimaschutzarbeit in Erkelenz gestellt. Einstimmig bei zwei Enthaltungen beauftragte der Rat die Verwaltung, am Qualitätsmanagementprozess des European Energy Award (EEA) für die Dauer von zunächst vier Jahren teilzunehmen und hierfür einen entsprechenden Förderantrag zu stellen.

Der EEA ist ein umsetzungsorientierter Managementprozess, mit dessen Hilfe alle Energie- und Klimaschutzaktivitäten in der Kommune betrachtet, überprüft, eingestuft und nach festgelegten Prioritäten umgesetzt werden sollen. Damit werden sinnvolle energie- und klimaschutzpolitische Entscheidungen erleichtert und Fehlentscheidungen vermieden. Alle betrachteten Maßnahmen werden nach einem Bewertungsschema beurteilt.

Die für die Kommune effizientesten Maßnahmen werden zur Umsetzung gebracht. Damit werden Energiekosten gespart, der CO2-Ausstoß vermindert und die regionale Wertschöpfung erhöht. Werden mindestens 50 Prozent der möglichen Punktzahl auf der Bewertungsskala erreicht, mündet der EEA in eine Zertifizierung und Verleihung eines Awards. Dies ist zwar schön, letztlich aber nur ein netter Nebeneffekt.

Der eigentliche Mehrwert bei der Teilnahme am EEA liegt darin, eigene Schwächen und bislang ungenutzte Potenziale zu entdecken sowie sich letztlich nachhaltig zu verbessern - natürlich auch mit praxiserprobten Ideen aus anderen Städten und Gemeinden.

Die Einführung des EEA erfolgt durch die Zusammenarbeit der Kommune, vertreten durch ein Energie-Team und einem externen EEA-Berater, der den gesamten Prozess moderiert und begleitet. Nach erfolgreicher Antragstellung und Erhalt der Fördermittelzusage wird es Aufgabe der Verwaltung sein, zunächst einen akkreditierten Berater eines unabhängigen Ingenieurbüros als EEA-Berater zu beauftragen. Mit Hilfe des EEA-Beraters wird das Energie-Team zusammengestellt, welches aus Mitarbeitern verschiedener Fachämter bestehen wird.

Ein Mitglied des Energie-Teams wird die Teamleitung übernehmen und Ansprechpartner für den EEA-Berater sein. Der EEA-Prozess stellt für Kommunen, die möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt auch ein Klimaschutzkonzept erstellen wollen, eine fundierte Arbeits- und Vorgehensgrundlage dar, denn alle energie- und klimarelevanten Aktivitäten der Kommune werden im EEA-Prozess betrachtet und können so leichter und übersichtlicher Eingang in ein Klimaschutzkonzept finden.

Das Land NRW fördert die Teilnahme am EEA. Die Förderung entspricht etwa 70 Prozent der Ausgaben, die für die externen Leistungen des Beraters und Auditors sowie für den Programmbeitrag der Kommune aufgebracht werden müssen.

Die Ausgaben werden sich über einen Zeitraum von vier Jahren auf etwa 35 000 Euro belaufen. Hiervon werden rund 24 000 Euro durch das Land übernommen.
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