Kleinod Hohenbusch bedarf der Pflege

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Erkelenz-Hohenbusch. „Hohenbusch, ehemaliges Kreuzherrenkloster bis zur Säkularisation, dann privat genutzt, durch Kauf der Stadt Erkelenz vor dem Verfall gerettet und durch sie und einen rührigen Förderverein wieder mit Leben versehen, heute auch Ausflugsziel vor den Toren der Stadt” denken manche Zeitgenossen.

Das ist aber längst nicht alles. Versammlungen des Fördervereins sind nämlich auch immer hochinteressante Angelegenheiten. Jetzt trafen sich die Mitglieder wieder zur „Jährlichen Routine”.

Vorsitzender Heinz Küppers hatte eine lange Liste von Erfolgen vorbereitet und trug vor, dass die Mitgliederzahl inzwischen 225 Personen zählt; der Kreis Heinsberg eine Förderung in Aussicht gestellt hat; die Dienstagsgruppe, aktive Menschen, die handwerkliche Arbeiten ehrenamtlich verrichten, weitere Helfer benötigt; die nächste Kunstausstellung vom 19. Bis 26. Juni unter dem Thema „Da wächst doch was” vorbereitet wird; dass 130 Quadratmeter Bodenfläche im Laienbrüderhaus saniert, Türen und Tore repariert angestrichen wurden und auch ein neues Blumenbeet entstand, und, und, und.

Gewirtschaftet wurde ordentlich wie die Zahlen von Schatzmeister Dullies auswiesen. Beigeordneter Dr. Gotzen dankte für die Unterstützung des Fördervereins, und natürlich wurden auch wieder bisher unbekannte Fundamente gefunden. Der stellvertretende Vorsitzende Christoph Ohmes erläuterte seinen langgehegten Wunsch, den ehemaligen trocken gefallenen Teich an der Nordseite des Areals wieder mit Wasser zufüllen.

Er bewies mit Landkarten die Existenz, die heute nicht einmal mehr erahnt werden kann und rechnete auch enormen finanziellen Bedarf vor, um das Projekt zu verwirklichen.

Teich gehört zum Kloster

Er meinte aber, der Teich gehöre zum Kloster. Bürgermeister Peter Jansen machte allerdings klar, dass Gelder in den kommenden zehn Jahren sicherlich nicht vorhanden sein dürften. So wird der Teich wohl ein schöner Traum bleiben, aber: „Man wird doch träumen dürfen!”

Keine Träume hingegen sind die längst begonnenen Vorhaben vom Förderverein. Mit Hilfe und Anleitung des Vereinsmitgliedes Diplom-Biologin Dr. Christiane Leonhard-Schippers sind die Bemühungen um einen Klosterheilkräutergarten hinter dem Klostercaf weiter voran geschritten.

Die Basis der Klostermedizin sind nämlich die seit 100 Jahren bewährten pflanzlichen Heilmittel. Schon damals standen gesunde Ernährung und ausgeglichener Rhythmus von Ruhe und Bewegung sowie Mäßigung in allen Dingen im Vordergrund. Der heilige Benedikt hatte das Studium auch der Medizin zur Pflicht für die Mönche gemacht, dabei Heilmittel auf tierischer Basis abgelehnt. Deshalb gab es in den Klöstern natürlich Heilkräutergärten. Auch in Hohenbusch soll das geschehen.

Und die Auswahl der Fachfrau ist schon getroffen. Im Juli dieses Jahrs wird der Kräutergarten fertiggestellt sein.

Dann blühen auch die Blumen in den Beeten, die in diesem Jahr von den Schnecken verschont geblieben sind. Aber Hohenbusch, so sind sich die Mitglieder sicher, wird auch weiterhin der Arbeit zahlreicher Ehrenamtler des Vereins bedürfen, damit das Kleinod strahlt.
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