Erkelenz - Kleiderstübchen: Die Nachfrage wächst weiter

Kleiderstübchen: Die Nachfrage wächst weiter

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Erkelenz. Vier Jahrzehnte alt und keinesfalls ein Auslaufmodell: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), Kreisverband Heinsberg, betreibt seit gut 40 Jahren eine Kleiderkammer – zunächst in der Hermann-Josef-Gormanns-Straße und seit 1993 an der neuen DRK-Kreisgeschäftsstelle, Zur Feuerwache 8. Ein wohl sortiertes Verkaufsgeschäft, das einige Entwicklungen mitgemacht und sich der Nachfrage der Kunden angepasst hat.

Auf 19 Mitglieder ist das fleißige Team bis heute gewachsen. Mit 21 Jahren am längsten dabei ist Christa Lazar. Mit ihren Kolleginnen setzt sie sich gerne ehrenamtlich für ihre Mitmenschen ein. „Vor allem nach der Ferienzeit und saisonbedingt bringen uns die Leute Spenden“, sagt sie. Je nach Jahreszeit erhalten sie gute, teils neuwertige leichte oder für die kältere Zeit warme Oberbekleidung, Hosen, Schuhe, Jacken und Kostüme.

Für Kinder und Erwachsene hält das Stübchen somit eine gute Auswahl bereit. Ebenso gibt es Decken, Wäsche, Bettzeug oder einzelne Spielsachen zu erwerben.

Rund 20.000 Stück gibt das Verkaufsteam jährlich heraus. Dass ein kleiner Obolus verlangt wird, war nicht immer so. Zu Beginn führten die Frauen Karteikarten zu den Kunden, erinnern sich Christa Lazar und Grete Schaepers. Seit 20 Jahren arbeiten beide zusammen. Vor allem Russland-Deutsche, Polen und Türken seien gekommen, und jeder konnte von jeder Sache ein Teil mitnehmen. An einem Tag in der Woche wurde verkauft, die Woche darauf auf- und nachgeräumt.

Da die Nachfrage immer größer wurde, hat das Kleiderstübchen inzwischen jeden Tag geöffnet. Heutzutage kann jeder, der günstige Kleidung und Wäsche benötigt, herkommen und gegen einen kleinen Betrag mitnehmen. Auf diese Weise ist die Abgabe unkompliziert geregelt.

Die Damen des Kleiderstübchens – ehemals Kleiderkammer – freuten sich, wenn ihre Kunden etwas Schönes finden, sagen sie. Freundliche Beratung gehöre dazu. Die Ware ist nach Kleidungsart in Regalen oder auf Kleiderständern verstaut. Nur gut erhaltene, teils neuwertige Teile bieten sie an. Überschüsse geben sie an weiterverarbeitende Firmen, wobei der Gesamterlös der Arbeit des DRK zugute kommt.

Die Motivation für ihre langjährige treue Mitarbeit begründen Lazar und Schaepers ebenso wie die neu dazu gekommene Ute Born mit einem wichtigen gesellschaftlichen Aspekt: „Das Leben ist ein Geben und Nehmen – und kein Mensch lebt für sich allein.“

Um die Not der von Armut bedrohten oder betroffenen Familien etwas zu lindern, bieten sie seit zwei Jahren zusätzlich Basare an. Falls sich weitere Helfer finden, möchten sie jeden Samstag öffnen – und nicht nur an jedem ersten Samstag im Monat.

Neben direkten Spenden erhält das Stübchen von DRK-Mitarbeitern angelieferte Ware von Privatleuten oder aus den Kleidercontainern. Für die Koordination ist dabei Hardy Hausmann seit rund zehn Jahren zuverlässiger Ansprechpartner.

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