Kleiderspenden machen wieder viel Hilfe möglich

Von: mabie
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Gleich 15 Gruppen aus dem gesamten Kreis Heinsberg teilten sich den Erlös in Höhe von rund 36 000 Euro aus der jüngsten St.-Martins-Kleidersammlung. Foto: Markus Bienwald

Kreis Heinsberg. „Die St.-Martins-Sammlung in der Region Heinsberg ist immer noch eine der größten nichtkommerziellen Altkleidersammlungen in Deutschland“, erklärte Lutz Braunöhler, Vorsitzender vom Katholikenrat der Region Heinsberg, bei der Spendenübergabe im St.-Ursula-Gymnasium Geilenkirchen.

So wurden in diesem Jahr 36.000 Euro an gleich 15 Empfänger aus dem Kreis Heinsberg verteilt. Dabei wurde ebenfalls wie immer darauf geachtet, dass die aktuell zehn Gemeinschaften der Gemeinden (GdG) im Kreis und die Projekte des Katholikenrates unterstützt werden. Diese Unterstützung ist historisch gewachsen, so wird schon seit 1970 im Kreis Heinsberg gesammelt.

„Ziel war anfangs die überörtliche und internationale Förderung von sozialem Engagement“, so Braunöhler weiter. Gingen früher bis zu 90 Prozent der Erlöse in Dritte-Welt-Projekte der Gemeinden, bildete seit Mitte der 1990-er Jahre die Unterstützung der Caritaswerkstatt einen starken Schwerpunkt. Auch daraus resultiert der große ehrenamtliche und logistische Anteil, den der Caritasverband bei der Sammlung schultert. Dennoch, so betonte Braunöhler, sei die Sammlung „nur durch das Engagement auf Ortsebene zu leisten“.

Jugendgruppen, Messdiener, Katholische Jugendgemeinschaften oder Schützenbruderschaften helfen, aber auch Landwirte und Transportunternehmen. „Und die Erfahrungen bei den jährlichen Sammeltagen im November zeigen deutlich, dass es immer noch gelingt, viele Helfer einzubinden, die diesen Tag auch als gewinnbringend für sie selbst betrachten“, resümierte er.

Gewinnbringend für die Beteiligten dürfte auch die am Veranstaltungsort, dem Bischöflichen Gymnasium St. Ursula, gelebte und von der GdG Geilenkirchen unterstütze Aktion „Vozama“ sein. Der Begriff ist eine Abkürzung für den Satz „Wir retten die kleinen Kinder von Madagaskar“ in der Landessprache. Vorgestellt wurde dieses aus den Erlösen der Sammlung ebenfalls unterstützte Projekt von Schülern und Lehrern der Schule. Und bei den mitgeteilten Summen – so kostet beispielsweise ein Schulbesuch pro Kind und Jahr umgerechnet 27 Euro – wurde schnell klar, dass sich auch mit kleinen Summen, aber großem Hilfseinsatz wie mit der Kleidersammlung viel Hilfe leisten lässt.

Das galt natürlich auch für die 14 weiteren aus dem Sammlungserlös unterstützen Projekte: Caritaswerkstatt; Kids und Co sowie MuM (Mütter und Mehr); Arbeitslosenberatung vom KAB-Berufsverband; KAB Birgden; Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer; Verein Amos in Oberbruch (GdG Heinsberg-Oberbruch); Projekt Schwester Christa in Bolivien (GdG Heinsberg-Waldfeucht); Eine-Welt-AG des Cusanus-Gymnasiums Erkelenz (unterstützt von GdG Erkelenz), Projekt Abbé George in Burundi (unterstützt von GdG Wegberg); Aktion Interplast in Asien und Lateinamerika (unterstützt von GdG Wassenberg); Projekt Haiti der Missions- und Bastelgruppe in Brachelen (unterstützt von der GdG Hückelhoven); Flüchtlingshilfe (unterstützt von GdG Wassenberg); Rumänienhilfe des Missionskreises Osteuropa (unterstützt von GdG Selfkant); Schulgemeinschaft zwischen Mercator-Schule und Don-Bosco-Schule (uhterstütz von GdG Gangelt).

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