„Klangmomente“ für einen guten Zweck

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Unter der Leitung von Johannes Fell: Kammerchor Altodijo und Solisten. Dieses Bild entstand bei der Aufführung der „Petite Messe Solenelle“ von Gioachino Rossini im September 2014 in der Hückelhovener Aula.

Kreis Heinsberg. Unter dem Titel „Klangmomente“ steht am Sonntag, 25. Oktober, um 19.30 Uhr in der Heinsberger Christuskirche ein Benefizkonzert zugunsten der MS-Selbsthilfegruppe für den Kreis Heinsberg. Der Kammerchor ­Altodijo und die Sopranistin Severine Joordens werden für den guten Zweck singen.

Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei, es wird um Spenden gebeten, Mit dem Erlös sollen die Yoga-Therapie und weitere Aktivitäten der MS-Gruppe unterstützt werden.

Erkrankung des Nervensystems

In der Selbsthilfegruppe treffen sich Menschen, die von der Krankheit Multiple Sklerose – einer entzündlichen Erkrankung des zentralen Nervensystems – betroffen sind, sowie deren Angehörige. Sie sollen sich über die Krankheit und deren Bewältigung austauschen und neue Kontakte knüpfen. In der Selbsthilfegruppe treffen sich etwa 25 bis 40 MS-Betroffene im Alter von 25 bis 75 Jahren mit den unterschiedlichsten Krankheitsbildern und Behinderungsgraden.

Die Mitglieder kommen aus dem gesamten Kreisgebiet und treffen sich jeweils einmal monatlich zum Gruppentreffen in Heinsberg-Ober­bruch sowie zum Stammtisch in Hückelhoven und einmal wöchentlich zum Sitz-Yoga-Kurs in Wassenberg. Ein weiteres Ziel der Gruppe ist es aber auch, die Akzeptanz der Krankheit in der Öffentlichkeit zu erreichen.

Schirmherrschaft

Während Pfarrer Sebastian Walde die Schirmherrschaft für das Benefizkonzert übernommen hat, ist der Heinsberger Bürgermeister Wolfgang Dieder der Schirmherr der MS-Selbsthilfegruppe. Die Multiple-Sklerose-Selbsthilfegruppen hätten es sich zur Aufgabe gemacht, durch Selbsthilfe den Erkrankten ihr Leben zu erleichtern, so Dieder.

Auch die Kontaktgruppe für den Kreis Heinsberg leiste in dieser Hinsicht Vorbildliches. Allen Damen und Herren der Selbsthilfegruppe hat Dieder für die bisher geleistete Arbeit Dank und Anerkennung ausgesprochen. Und er hat besonders hervorgehoben, welche Bedeutung gerade den Selbsthilfegruppen beizumessen sei, die über die regelmäßigen Treffen hinaus Fahrten und Veranstaltungen organisieren und dadurch den Umgang mit der Krankheit für die Betroffenen erträglicher gestalten würden. „Solches Engagement ist in der heutigen Zeit besonders lobenswert“, so Dieder.

Der Chor Altodijo – in der Stadt Hückelhoven beheimatet – traf sich erstmals 2009 als Projektchor zu einem Adventsingen. Bei den Teilnehmern handelte es sich um erfahrene Chorsängerinnen und Chorsänger, die bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt gerade so eine singfähige, vierstimmige Besetzung bildeten. Das gemeinsame Musizieren bereitete ihnen so viel Freude, dass aus dem zurückhaltend gehegten Wunsch, den Chor zur dauerhaften Einrichtung werden zu lassen, schnell ein fester Beschluss wurde.

Ziel war die Zusammenstellung eines zwölfköpfigen Kammerchores, der sich bei der Auswahl der Stücke nicht auf eine bestimmte Stilrichtung festlegen wollte. Es dauerte über ein Jahr, die gewünschte Besetzung zusammenzufügen, eine Gruppe zu bilden, die hinsichtlich ihrer Charakteristik ein homogenes und rundes Klangbild ergab.

Gesang im Mittelpunkt

Seit 2010 arbeitete der Chor an seinem Repertoire und stellte bald fest, dass der eigene Anspruch an den Kammerchor gestiegen war. So wurde eine regelmäßige Stimmbildung etabliert. 2013 folgte der Entschluss, jede Stimme vierfach zu besetzen. So lassen sich Ausfälle eher kompensieren, ohne dass die Ausgewogenheit des Chorklangs leidet. Die konsequente Arbeit und das dadurch bedingte häufige Zusammensein hat inzwischen aus dem Chor einen Freundeskreis mit gemeinsamem Hobby gemacht, der auch die jeweiligen Familien mit einschließt. Dennoch steht der Gesang im Mittelpunkt.

Einen Höhepunkt gab es im vergangenen Jahr, als der inzwischen 15-köpfige Kammerchor erstmals ein abendfüllendes Werk, die „Petite Messe Solennelle“ von Gioachino Rossini, in seiner Urfassung für Kammerchor, vier Solisten, Piano und Harmonium auf die Bühne der Aula in Hückelhoven brachte.

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