Erkelenz - Kirchturmspitze schwebt durch Erkelenz

Kirchturmspitze schwebt durch Erkelenz

Von: cbo
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Nach rund zehn Minuten ist das
Nach rund zehn Minuten ist das ganze Spektakel vorbei. Auf einem gegossenen Betonfundament zwischen St. Lambertus und dem Johannismarkt wird die Turmspitze vorerst bleiben. Foto: Sommer

Erkelenz. Es ist kurz vor 8.30 Uhr. Die Sonnenstrahlen über der Erkelenzer Pfarrkirche St. Lambertus sind erste gelungene Vorboten für einen besonderen Tag in der Erka-Stadt.

Einige Schaulustige haben sich zu früher Stunde rund um den Johannismarkt versammelt und beobachten gespannt, wie der 400-Tonnen-Kran seine Arbeit aufnimmt, um den goldenen Hahn vom Lambertiturm zu holen.

„Wahnsinn, wie die das heute machen”, ist ein anerkennender Kommentar eines vorbeieilenden Passanten, der den Blick Richtung Kirchturmspitze hebt.Bereits am Mittwoch sorgte der Aufbau des mächtigen Krans für viel Aufsehen. Mit Hilfe einer Gondel wird nun der Hahn von der Kirchturmspitze genommen und kommt wohlbehalten auf einem der Parkplätze vor der Stadtverwaltung zum Stehen.

Pastor Werner Rombach ist erst einmal erleichtert. „Ich habe die Nacht ziemlich durchwacht und gönnte mir heute noch einmal den Blick von meinem Fenster auf den kompletten Turm mit Hahn”. Bevor die eigentlichen Arbeiten gegen 8 Uhr aufgenommen wurden, bat er zu einem gemeinsamen Gebet.

Die Sanierung des Kirchturms ist für Rombach ein wichtiges Anliegen, denn der Pastor verbindet mit dem Turm zum einen ein entscheidendes Merkmal christlichen Glaubens und zum anderen auch ein Wahrzeichen für die Stadt. Durch die Sanierung des Erkelenzer Kirchturms erhofft sich Rombach auch einen Aufbruch für St. Lambertus und die umliegenden kleineren Pfarren.

Mittlerweile haben die umfangreichen Umbaumaßnahmen begonnen, damit als Höhepunkt die Kirchturmspitze abgehoben werden kann. Mit Hilfe einer Traverse, wohinter sich ein mechanischer Träger verbirgt, der zur Stabilisierung oder Befestigung dient, wird die Turmspitze abgehoben. Dafür sind im Vorfeld am Turm Haken angebracht worden, bevor die Bleche und die stattliche Anzahl von 400 Schrauben gelöst werden.

Mittlerweile füllen sich die Straßen rund um den Johannismarkt mit vielen Schaulustigen, Schulklassen und Hobbyfotografen, die den entscheidenden Moment der schwebenden Erkelenzer Turmspitze miterleben möchten. Ein gelungenes Zeichen der Wertschätzung der Erkelenzer Bevölkerung für ihr besonderes Wahrzeichen.

Für 10.30 Uhr ist die spektakuläre Aktion geplant, doch es ist Geduld gefragt. Die letzten Zuschauer stärken sich noch mit einem zweiten Frühstück. Um 10.42 Uhr ist es dann endlich soweit, die zwölf Meter hohe und neun Tonnen schwere Turmspitze schwebt im Sonnenlicht über Erkelenz. Beim Abstieg der Turmspitze wird Glockengeläut intoniert und es brandet großer Applaus von den Zuschauern auf.

Jeder, der mit einem Fotoapparat ausgerüstet ist, sucht sich den passenden Moment, um die schwebende Spitze als Erinnerungsfoto festzuhalten. Nach zehn Minuten ist das Spektakel vorbei. Mit beeindruckender Präzision setzt der Kranführer die Turmspitze auf einem gegossenen Betonfundament zwischen St. Lambertus und dem Johannismarkt ab. Es ist 10.53 Uhr. Die Turmspitze hat ihren vorübergehend neuen Platz gefunden.
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