Kirchenkreis: „Wir wollen Zeichen der Verbundenheit setzen”

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Kreis Heinsberg. „Die in den vergangenen Wochen aufgedeckten rechtsextremistischen Terroranschläge und Morde versetzen viele ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie Migrantinnen und Migranten in Angst und Schrecken.

Das über Jahre ungehinderte und unbemerkte Treiben rechtsradikaler Gewalttäter im Untergrund mit seinen zahlreichen Opfern hat uns alle erschüttert und sollte uns als Gesellschaft stärker zusammen­rücken lassen.” So ist in einer Erklärung des Evangelischen Kirchenkreises Jülich zu lesen, zu dem auch die evangelischen Kirchengemeinden aus dem Kreis Heinsberg gehören.

Auf einer in Thüringen gefundenen CD würden auch kirchliche Einrichtungen, Kultur- und Moscheevereine in der Region auftaichen. „Das ist zu Recht Besorgnis erregend. Niemand kann etwas über die Verbreitung der CD und ihren Sinn und Zweck sagen.” Offensichtlich scheine nur, dass das terroristische Netzwerk auch in der hiesigen Region Mittäter habe, so die Einschätzung des Kirchenkreises. „Wie sonst kommen die Angaben zu den Einrichtungen auf die CD?”

Christinnen und Christen würden sich in den Bündnissen gegen Rechts engagieren, so der Kirchenkreis weiter. „Widerstand gegen Rechtsextremismus ist ebenso eine Christenpflicht, wie den verängstigten Mitbürgerinnen und Mitbürgern aus den Kultur- und Moscheevereinen solidarisch beizustehen.” Daraus sei - von verschiedenen Seiten angeregt - die Idee erwachsen, am Samstag, 10. Dezember, am Tag der Menschenrechte, um 18 Uhr ökumenische Bitt- und Bußgottesdienste zu feiern.

Pfarrer Jens Sannig, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Jülich, erklärte: „Zu diesen Gottesdiensten laden wir insbesondere unsere ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger herzlich ein. Wir wollen Zeichen der Verbundenheit setzen, eingestehen, dass wir uns auch als Christinnen und Christen noch nicht entschieden genug gegen den Rechtsextremismus, die Ausländerfeindlichkeit und den Fremdenhass zur Wehr gesetzt haben, Gott bitten, Ängste in Mut und Zivilcourage zu wandeln, damit jeder Form des Rechtsextremismus und des Rassismus entschieden entgegen getreten wird.”

Bitt- und Bußgottesdienste sind am Samstag, 10. Dezember, 18 Uhr, geplant in der Christuskirche Düren (Wilhelm-Wester-Weg), in der Auferstehungskirche Weisweiler (Weisweiler Burgweg), in der Evangelischen Kirche Aldenhoven (Martinusstraße 25), in der Friedenskirche Ratheim (Friedensstraße 3) sowie in der Erlöserkirche Übach-Palenberg (Comeniusstraße / Maastrichter Straße).
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