Kirchenkreis Jülich: Tagung der Kreissynode

Von: hewi
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Mit einem Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Erkelenz am Martin-Luther-Platz wurde die Tagung der Kreissynode vom Kirchenkreis Jülich eröffnet. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. „Leben lernen im Zeichen des Kreuzes heißt, sich auf diesen Gott des Friedens verlassen und selber Wege des Friedens gehen“, erklärte Superintendent Jens Sannig bei der Tagung der Kreissynode vom Kirchenkreis Jülich im Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Erkelenz.

Sannig ging auch auf die Lage in den Krisen- und Kriegsgebieten ein und betonte, dass die Auswirkungen auch hier mit steigenden Flüchtlingszahlen zu spüren seien. Daher werde auch die Flüchtlingsarbeit einen wachsenden Anteil im Engagement des Kirchenkreises haben. Er plädierte für eine aktive Haltung gegen Krieg und Gewalt und für eine friedliche Konfliktlösung. „Wir haben dem Frieden das Wort zu reden, nicht dem Krieg“, betonte der Superintendent. Es müsse auch eine Willkommenskultur geschaffen werden, die sich in einer menschenwürdigen Unterkunft ebenso messen lasse wie in der Hilfestellung und Begleitung. Der Kirchenkreis reagiert mit einer Aufstockung der Arbeitsleistung in diesem Bereich. Derzeit sind zwei Teilzeitkräfte mit dem Thema beschäftigt. Eine der Stellen soll nun in eine Vollzeitstelle umgewandelt werden.

Bei der Kreissynode gab es Berichte über die Arbeit des zurückliegenden Jahres, aber auch Ausblicke auf die bevorstehenden Aufgaben. Beraten wurde der Haushalt des kommenden Jahres. Rund 9,5 Millionen Euro umfasst der veranschlagte Haushalt für 2015.

Auch zu drängenden Themen der Region bezog Sannig Stellung. Mit Blick auf den Tagebau Garzweiler II forderte er Klarheit und Verlässlichkeit für diejenigen Bürger, die umsiedeln werden, und diejenigen, die von der Umsiedlung verschont bleiben. Da müssten klare Zusagen zur Stärkung und zum Ausbau der Infrastruktur vor Ort in Erkelenz-Holzweiler gemacht werden. Auch müsse eine Rekultivierung nach Beendigung des Tagebaus sichergestellt werden.

Personell hatte die Kreissynode einen Neuzugang zu vermelden. Der Geilenkirchener Rudi Grübl wurde zum stellvertretenden Mitglied des Kreissynodalvorstandes gewählt.

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