Kirche ist sehr viel mehr als nur ein paar Steine

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Die Gastgeber: Heinz-Peter Dahmen, Ingo Reifgerste und Georg Wilms (von links nach rechts), Gesellschafter und Geschäftsführer der Schleiff Bauflächentechnik und Schleiff Denkmalentwicklung im Erkelenzer Gewerbe- und Industriepark Commerden, stellten ihre Unternehmen vor. Foto: Koenigs
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Interessierte Zuhörer: Abonnenten unserer Zeitung erfuhren bei Schleiff in Erkelenz Wissenswertes vor allem über die Denkmalentwicklung. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Bei „Spitze im Westen“, dem Standortmarketing der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG), präsentieren sich die Schleiff-Gesellschafter Heinz-Peter Dahmen, Ingo Reifgerste und Georg Wilms als „Die Heger des verlorenen Schatzes“ – mit Recht! Davon konnten sich Leser unserer Zeitung im Rahmen des Aboplus-Programms bei einem exklusiven Blick hinter die Kulissen überzeugen.

Das 1957 in Düsseldorf von ­einer Frau, Friedel Schleiff, gegründete Unternehmen, das seit 1963 in Erkelenz beheimatet ist, hat sich im Spezialbaugewerbe einen Namen gemacht. „Wir machen alles das, was der normale Bauunternehmer nicht macht“, verwies Wilms auf das Agieren der Schleiff Bauflächentechnik in Nischen und als Problemlöser. Aus der Erfahrung in der Sanierung von Baudenkmälern wie Schloss Rheydt und Schloss Wick­rath in Mönchengladbach oder Zitadelle und Brückenkopf in Jülich und in der Einschätzung, dass immer mehr Kunden Komplettlösungen im Denkmalbereich erwarten würden, resultierte schließlich der Gedanke, die Projektentwicklung im Denkmalbereich in einer eigenen Firma anzubieten: Die Schleiff Denkmalentwicklung wurde 2002 gegründet.

Als Firmensitz hätte Schleiff auch gerne ein Denkmal gehabt, aber mit Bauhof und Lagerhalle ist dies natürlich schwierig. So wurde ebenfalls 2002 der firmeneigene Neubau im Erkelenzer Gewerbe- und Industriepark Commerden (Gipco) bezogen. „Wir sind sehr stolz auf diesen Standort“, sagte Reifgerste. „Unsere Produktion findet auf der Baustelle statt.“ Aber in dem Raum, in dem sich regelmäßig die Bauleiter zu ihren Besprechungen treffen, erhielten die Gäste nun einen umfassenden Überblick über die Schleiff Denkmalentwicklung.

Vorgestellt wurden ausgezeichnete Projekte zum Beispiel aus Krefeld, wo in einer alten Schirm­fabrik jetzt Familien im öffentlich geförderten Wohnungsbau leben, und Aachen, wo auf dem Areal ­einer Waagenfabrik die Umnutzung der Gebäude zu Wohn- und Gewerbezwecken realisiert wurde.

In diesen Zeiten, in denen immer mehr Kirchen Leerstand, Verkauf oder gar Abriss droht, standen die ­Kirchenprojekte von Schleiff besonders im Blickpunkt: Umbau und Umnutzung von Kloster und Kirche St. Alfons in Aachen und von Herz-Jesu-Kirche in Mönchengladbach-Pesch. „Kirche ist unglaublich viel mehr als ein paar aufeinander geschichtete Steine“, ließ Wilms angesichts der mit einem solchen Bauwerk verbundenen Emotionen keinen Zweifel daran erkennen, dass für die Schleiff Denkmalentwicklung – bei allem notwendigen wirtschaftlichen Kalkül – immer eine einfühlsame Umnutzung das erklärte Ziel ist. „Wir machen kein Kirchenprojekt gegen die erklärte Mehrheitsmeinung in der Gemeinde.“ Kommunikation sei das Zauberwort. Am Ende wurden sowohl die Schaffung von Büroräumen in St. Alfons als auch die Errichtung von Wohnungen in Herz-Jesu zu einem mit Auszeichnungen bedachten Erfolg – auch für die Investoren.

Da waren – wie Wilms deutlich machte – viele, viele Gespräche zu führen und Probleme zu lösen: „Es gab 200 Dinge, die nicht gingen. 195 davon haben wir hingekriegt.“ Dahmen unterstrich die besonderen Herausforderungen für die ausführenden Mitarbeiter von Denkmalentwicklung und Bauflächentechnik sowie Partnerfirmen: „Das ist Handwerk!“ Und: „Wir haben einen hohen Anspruch!“ Dabei komme es im Verhältnis zu allen Partnern bei solchen Vorhaben ganz entscheidend auch auf Vertrauen an: „Bei uns ist ein Handschlag noch ein Handschlag!“

Bei aller Begeisterung über preisgekrönte Vorzeigeprojekte vergaß Reifgerste nicht den legitimen „Werbeblock“: Ob feuchter Keller oder Risse im Mauerwerk – auch um solche profanen Dinge kümmert sich Schleiff, nicht nur um die Preziosen.

Weitere Infos zum Standortmarketing der Wirtschaftsförderungsgesellschaft auf www.spitze-im-westen.de.

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