Kreis Heinsberg - Kinderhörsaal: Kinder befassen sich mit dem Thema Inklusion

Kinderhörsaal: Kinder befassen sich mit dem Thema Inklusion

Von: anna
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Im Heinsberger Kreishaus: Ihre
Im Heinsberger Kreishaus: Ihre Forschungsergebnisse zur Funktionsweise der Toilettenspülung präsentierten die Schüler der GGS Hilfarth im Kinderhörsaal des Netzwerks „Begaben wagen”. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. Langsam löst sich die Schülerin der Breberener Nikolausschule aus ihrer Gruppe und rollt in ihrem Stuhl gen Mikrofon. Betrübt geht ihr Blick nach oben, weil sie dieses Mikrofon aus ihrem Rollstuhl heraus ohne Hilfe niemals erreichen könnte.

Ohne Worte wissen alle Kinder, Lehrer und Eltern im großen Sitzungssaal des Heinsberger Kreishauses, worum es geht. „Inklusion - Gemeinsames Leben und Lernen” lautet das Thema, dem sich diese Schule im Rahmen ihrer Aktivitäten im Netzwerk „Begaben wagen” gewidmet hat. Im Rahmen des mittlerweile dritten Kinderhörsaals stellte sie die Ergebnisse ihrer Arbeit vor.

„Ich bin stark”

Insgesamt sieben Grundschulen konnte Schulamtsdirektor Peter Kaiser zur ersten Veranstaltung des dritten Kinderhörsaals im Heinsberger Kreishaus begrüßen. Tradition hat im Kinderhörsaal zu Beginn das gemeinsam gesungene Lied „Ich bin stark”, das Georg Wimmers eigens dafür komponiert und getextet hat. „Ich bin stark, wenn ich weiß, was passiert, wenn mich etwas interessiert”, heißt es da. Und wie interessiert die Kinder im zu Ende gehenden Schuljahr waren!

Viel Neues erfuhren da auch die staunenden Erwachsenen, etwa beim Power-Point-Vortrag von Paulina Reinmuth (GGS Am Burgberg Wassenberg) über den Panther, der doch eigentlich gar keine eigene Tierart ist. Passend dazu präsentierte die Blockflöten-AG der Schule sich unter anderem mit einem Stück aus dem Dschungelbuch. Über den Löwen im Allgemeinen und im Besonderen etwa über seine Zahnlücke zum Aufsaugen von Insekten informierte Yllka Shala von der Heinsberger Sonnenscheinschule. Eindrucksvoll musizierten zudem die Jüngsten aus dem „Jeki”-Projekt (Jedem Kind ein Instrument).

Technisch ging es mit der GGS Hilfarth weiter. Intensiv hatten sich die Kinder mit der Funktionsweise der Toilettenspülung befasst und dazu sogar einen Installateur in die Schule eingeladen. Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat, handelte das dazu passende Schattentheater.

Persönlich besonders beeindruckt war Peter Kaiser, der die Veranstaltung moderierte, vom dann folgenden Beitrag der Breberener Nikolausschule zum Thema Inklusion. Mit einem Rollstuhl hatten die Kinder in ihrer Schule nach Verbesserungsmöglichkeiten geforscht, damit körperlich behinderte Kinder es künftig noch leichter haben, mit ihnen gemeinsam die Schule zu besuchen. „Von dort aus muss der Impuls kommen, der uns Erwachsene dazu treibt, die Welt zu verändern”, würdigte er das Projekt.

Mit der geheimnisvollen Wirkung von Zahnpasta hatten sich die Schüler der KGS Haaren in Experimenten befasst und stellten diese ebenfalls in einer Power-Point-Präsentation vor. Es seit prima, dass die Kinder bei ihren Aktivitäten zugleich auch „das technische Handwerk” erlernen würden, befand Kaiser. Mit einem Lied und einem Sketch in Niederländisch beteiligten sich Schüler aus der Birgdener Schule der Begegnung am Kinderhörsaal. Und schließlich präsentierte die Johann-Holzapfel-Schule aus Doveren ihr Schachprojekt, für das die Schüler sogar die Figuren selbst gefertigt hatten.

Urkunden für alle Schüler

Zum Abschluss erhielten alle Schüler eine Urkunde von Professor Dr. Karl-J. Kluge aus Köln, der das Begabungsnetzwerk fachlich unterstützt.
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