Kreis Heinsberg - Kinder sollen in aller Geborgenheitaufwachsen

Kinder sollen in aller Geborgenheitaufwachsen

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Gemeinsam mit den 13 neuen Familienpatinnen feitern die Verantwortlichen der Caritas und der Jugendämter den Anschluss der Schulung. Foto: Petra Wolters

Kreis Heinsberg. Im Rahmen einer Feierstunde im Haus der Caritas in Heinsberg haben Vertreter der Caritas und der Jugendämter im Kreisgebiet 13 neue Familienpatinnen offiziell in ihr neues Ehrenamt eingeführt. „Caritas ohne Ehrenamt ist keine Caritas”, betonte Karl-Heinz Dahmen, Leiter der Abteilung Jugend und Familie der Caritas, der die Gäste im Geistlichen Zentrum des Hauses willkommen hieß.

Die Caritas selbst sei aus ehrenamtlichem Engagement heraus entstanden. Bis heute sei dieses „ein unverzichtbarer Teil caritativer Arbeit”, freute er sich natürlich besonders über die 13 neuen Ehrenamtlerinnen, die bereits aktiv sind oder in Kürze schon als Familienpatinnen arbeiten werden.

Wie wichtig deren Arbeit ist, machte er an Zahlen deutlich. Im vergangenen Jahr habe der Staat bei mehr als 50.000 jungen Menschen Hilfe zur Erziehung leisten müssen, bei 8000 mehr als im Jahr zuvor.

„Die Zahl derjenigen, die einen Erziehungsbeistand oder einen Betreuungshelfer brauchen, stieg sogar um 12,3 Prozent”, so Dahmen. Dass es soweit gar nicht komme, sei Ziel des Patenangebots unter dem Titel „Unterstützung im Alltag”, das die Caritas seit 2006 gemeinsam mit den Jugendämtern von Stadt und Kreis Heinsberg sowie den Städten Geilenkirchen, Erkelenz und Hückelhoven durchführe.

Wichtig sei, Kindern ihre Familie zu erhalten und dazu beizutragen, dass sie in Geborgenheit aufwachsen könnten. Durch eine enge Zusammenarbeit mit Krankenhäusern, Kinderärzten und Hebammen, aber auch mit Kindertagesstätten und Schwangerschaftsberatungsstellen wolle diese Initiative dazu beitragen, Überlastungssituationen in Familien und Risiken einer Kindeswohlgefährdung frühzeitig zu erkennen und zu bewerten.

Das Angebot der Familienpatenschaften sei dabei sehr niedrigschwellig. „Das ist eine Hilfe, die nicht aktenkundig wird!”, so Dahmen. „In einer Zeit, in der immer mehr Menschen allein ihren Schwierigkeiten ausgeliefert sind, wo soziale Netze durch Familien und Nachbarschaften häufig fehlen, führen wir Menschen, die Unterstützung brauchen, mit denen zusammen, die Hilfe geben wollen.”

In sechs Schulungsabenden haben sich die 13 neuen Patinnen seit Oktober auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Sie haben sich mit Belastungs- und Problemsituationen in Familien beschäftigt, mit medizinischer Vorsorge und Gesundheitsprävention.

Hinzu kamen Informationen über das soziale Netz und die Unterstützungsmöglichkeiten im Kreis Heinsberg, über gesetzliche Grundlagen und über Grundlagen der Beratung. Beschäftigt haben sich die neuen Patinnen schließlich auch mit Themen wie Nähe und Distanz, Familiendynamik und Gesprächsführung.

Insgesamt hat die Caritas seit dem Start des Projekts im September 2006 bisher 78 Frauen und einen Mann als Familienpaten geschult. Rund 160 Anfragen zur Einrichtung einer Patenschaft sind bisher bei ihr eingegangen.

Gemeinsam mit den Leiterinnen der Caritas-Jugendhilfe, Helga Troiber-Geller und Monika Klüppel, mit den Koordinatorinnen des Angebots der Familienpatenschaften, Heidi Breidt, Stella Klein und Andrea Schwartz, sowie den Jugendamtsvertretern Claus Bürgers aus Erkelenz, Ralf Schwarzenberg aus Hückelhoven, Peter Maaßen aus Heinsberg, Maria Jansen aus Geilenkirchen und Michael Steinhäuser aus der Kreisverwaltung übergab Dahmen abschließend die Zertifikate an die neuen Patinnen.

Die 13 neuen Familienpatinnen

Die neuen Patinnen sind Rita Gerle, Birgit Nagy, und Brigitte Vorwerk aus Erkelenz, Nicole Grimmen aus Gangelt, Maria Adenaw, Agnes Fischer-Bronsdon, Maria Tartler und Erika Witzler aus Geilenkirchen, Gisela Gatzweiler aus Heinsberg, Karola Kissenkötter aus Hückelhoven sowie Christa Schmitt, Kirsten Waliczek und Margret Wischinski aus Übach-Palenberg.

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