Gangelt-Birgden - Kinder basteln an Abenteuern: Workshop in der Schule der Begegnung

Kinder basteln an Abenteuern: Workshop in der Schule der Begegnung

Von: agsb
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Die Kinder entwerfen ein Labyr
Die Kinder entwerfen ein Labyrinth für den naturnahen Abenteuerspielplatz: Beim Workshop in der Grundschule waren der Fantasie der jungen Ideengeber keine Grenzen gesetzt. Foto: agsb

Gangelt-Birgden. Etwa 25 Kinder der Schule der Begegnung, Grundschule in Birgden, zeigten künstlerisches Talent. Die Initiativ-Gruppe „Spiel(T)räume” Birgden möchte einen naturnahen Spielraum für Kinder, Jugendliche und Senioren schaffen und nahm jetzt für praktikable Ideen erst einmal die Kinder mit ins Boot.

Jessica Lüdenbach vom Ingenieurbüro Stadt & Natur, Spielraumplanung, Objekt- und Landschaftsplanung aus Köln leitete den Workshop und entlockte den Kindern Wünsche für einen Alltagsspielplatz sowie für einen Abenteuerspielplatz.

Viele naturnahe Arbeitsmaterialien wie Baumrinde, Sand, Steinchen, Kork und Moos hatten die Erwachsenen mitgebracht, und die Kinder durften ihrer Fantasie freien Lauf lassen. „So eine Begeisterung hatte ich im Vorfeld nicht erwartet”, staunte Jürgen Hagen, Vorsitzender der
Initiativ-Gruppe.

Florian etwa bastelte einen Kletterwald aus Weiden. Tunnel, Schaukel, Sandkasten und einen Bachlauf gab es ebenso in seinem Modell. Zusammen mit den anderen Kindern präsentiert er seine Arbeit am Nachmittag. Vor allem Baumhäuser waren auf vielen Modellen zu entdecken. Die Eltern und auch die Ratsvertreter Birgdens bestaunten die fantasievollen Ergebnisse. Grundschüler Zedric bastelte noch kurz vor der Präsentation an seinem Werk. Er stellte eine Rampe für Bike- oder Crossfahrer her. Julia und Samantha schufen derweil eine Rutsche mit Wippe und entwarfen dazu eine kleine Wasserfläche mit Insel. Ein anderer Entwurf beinhaltete eine kleine Seilbahn. Überhaupt kamen die Kinder mit ihren Ideen einem naturnahen Abenteuerspielraum oder Abenteuerland und Erlebnisort für alle Generationen sehr nahe.

In der Gesprächsrunde mit den Kindern wurden weitere Vorschläge und Ideen der Kleinen notiert. Die Erwachsenen schlugen ergänzend ein Boule-Bahn, einen Grillplatz, eine Tischtennisplatte und ein Bodenschachspiel vor. Auch der Wunsch nach der Pflanzung von Obstbäumen wurde geäußert. „Wir müssen aber auch die Jugendlichen mit einbeziehen”, erklärten die Eltern.

Stück für Stück möchte der Trägerverein nun weiterarbeiten. Das große Ziel ist es, im Frühjahr 2013 mit den ersten Arbeiten auf dem rund 101 Hektar großen Feldstück zwischen Hoferweg und Philippenkuhle - von Gillrath kommend rechte Hand hinter dem Gewerbegebiet - zu starten. „So ein naturnaher Abenteuerspielraum ist besonders für die Kinder sehr wichtig. Auf alltäglichen Spielplätzen wechselt man von Spielgerät zu Spielgerät.

Auf einem naturnahen Abenteuerspielplatz kann sich ein Kind selbst entfalten und kreativ werden”, sagte Jessica Lüdenbach. Im vergangenen Jahr wurde eigens ein Förderverein gegründet, Vorsitzender wurde Jürgen Hagen. Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in Birgden hatte schon vor Jahren erheblichen Bedarf bezüglich der Spielplätze in Birgden erkannt. In der Dorfwerkstatt wurde bei diesem Thema schließlich ein Abenteuerspielplatz für Jung und Alt angedacht.

Die Idee der KAB wurde in der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) der Leader-Region „Der Selfkant” und in die Projektakte des Handlungsfeldforums aufgenommen. Anfang Oktober 2011 wurde das Projekt durch den Vorstand der LAG als förderungswürdig genehmigt. Laut Aufstellung des Kostenplans steht eine Summe von 115 000 Euro im Raum. 55 Prozent könnten aus Geldern der EU kommen, die restlichen 45 Prozent müssten durch eine Kofinanzierung abgesichert werden. Dabei hofft die Birgdener Gruppe auf den Beistand der Gemeinde Gangelt.
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