Kellertheater „kein bisschen leise”

Von: bast
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Das Kellertheater der VHS feierte sein 60-jähriges Bestehen: Im Jubiläumsprogramm durften die „Kellerblüten” nicht fehlen. Foto: Strickstrock

Kreis Heinsberg. Gegründet wurde der Spielkreis, die Laienspielschar für Erwachsene, einst von Bernhard Jussen in Geilenkirchen, später übernahm Manfred Mispelbaum die Gruppe, jetzt führt Roswitha Grass Regie.

Und die spielfreudigen Menschen, die ihren Sitz und ihren Probenraum in Heinsberg haben, nennen sich Kellertheater und agieren inzwischen bereits 60 Jahre und sind „kein bisschen leise”. So heißt auch ihr Jubiläumsprogramm, mit dem sie nach Haus Hohenbusch in das Erkelenzer Land gekommen waren.

Das Atelier des mit viel Liebe und großem Engagement erneut zum Leben erweckten ehemaligen Kreuzherrenklosters war genau der richtige Ort, um das nötige Flair für das Publikum zu vermitteln. Es entstand eine Mischung aus dem Versuch zu großer Bühnenkunst und den sonst gern vertuschten kleinen Pannen, aus Musik und Darstellung, die keinen Augenblick Langeweile aufkommen ließ. Die typische Kleinkunstatmosphäre mit allenfalls 70 oder 80 Anwesenden, und die waren auch gern gekommen, war der gelungene Rahmen für das „Best of” aus den vergangenen 60 Jahren.

Der Leiter der Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises Heinsberg, Franz Josef Dahlmanns, und das „Kellertheater” gehört zur VHS, nutzte in seiner Begrüßung die Chance, auch im Namen des Landrates Stephan Pusch zum Geburtstag zu gratulieren. Dahlmanns betonte, die VHS wolle nicht nur im berufsbezogenen Bereich der Weiterbildung dienen. Er hatte Wein und Blumen mitgebracht und überreichte beides Roswitha Grass für das Ensemble.

Dann machte die Band SinnSang, die inzwischen eine enge Kooperation mit dem Kellertheater pflegt, mit Trommel, Geige, Querflöte, Gitarre, Klangholz, Klavier und Gesang mit Weisen aus Irland den Anfang.

Die „Kellerblüten” nahmen sich anschließend Werke von Otto Reuter und Erich Kästner musikalisch vor. Auch das Klonschaf Dolly hatte da Platz.

Nach einem ausgiebigen Pausenbuffet ging es in den zweiten Teil, wieder mit SinnSang und Parodien auf einen VHS-Workshop. Sehr zeitgemäß wurde eine Online-Telefonbeichte demonstriert. Und als „Running Gag” schimpfte zwischendurch ein Bühnenarbeiter über seine Benachteiligung. Das Ensemble fand sich dann noch in einem von einem lebensmüden Piloten gesteuerten Flugzeug zu einem Sketch zusammen, ehe die Sängerinnen Olga Kreimer und Sarah Mutschall mit Opernmelodien die Vorstellung beschlossen.

Das Fazit des begeisterten Publikums: Das Kellertheater darf gern wieder nach Haus Hohenbusch kommen.
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