Kellertheater der VHS hat zu wenige Männer

Von: mabie
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Wie unschwer zu erkennen, sind die Damen beim „Kellertheater“ der Volkshochschule auch bei der kommenden Produktion „Wer versteht hier Bahnhof?“ klar in der Überzahl, was sich aber ändern soll. Foto: Markus Bienwald

Kreis Heinsberg. Erinnert die aktuelle ­Situation vom Kellertheater der Anton-Heinen-Volkshochschule an das berühmte Stück „Warten auf Godot“? Das will Roswitha Graß so nicht bejahen.

Wohl aber, dass die lustige Truppe, die einst in Geilenkirchen startete und seit einigen Jahren ihre Proben in Heinsberg abhält, ein Herrenproblem hat. „Wir haben einfach zu wenige Männer“, sagt Roswitha Graß, die Leiterin und Mitspielerin in Personalunion ist.

Genauso wie sie selbst mehrere Rollen erfüllen muss, ergeht es ihren Mitstreitern. „Wir sind bei unseren aktuellen Proben teils doppelt und dreifach besetzt“, so Roswitha Graß. Nun suchen sich die Theaterfreunde, die teils schon seit unzähligen Jahren in ihrer Freizeit und zur Freude einer wachsenden Fangemeinde auf den Bühnenbrettern stehen, nicht immer die Stücke nach der Zahl der möglichen Mitspieler aus. Das ginge schon aus Gründen der künstlerischen Freiheit nicht, und so wird es auch bei der neuesten Produktion sein. „Wer versteht hier Bahnhof?“ heißt sie, stützt sich auf das Buch von Thorsten Böhmer, und ist ein ausgesprochen witziges Stück rund um die Dinge, die an einem Bahnsteig so passieren können. Dabei spielen ausdrucksstarke Charaktere wie Nancy, die Frau für gewisse Stunden, die Bahnansagerin, die Obdachlosen oder auch der „Rest“ eines Junggesellenabschieds eine wichtige und witzige Rolle.

Wann genau das Stück auf die Bühne kommt, dass wissen die Damen und Herren vom Kellertheater noch nicht. Es könnte Ende des Jahres, oder auch erst im Frühjahr nächsten Jahres so weit sein. Das hängt sicherlich auch davon ab, ob sich noch willige Mitstreiter finden, die mit ihren Aktivitäten etwas gegen die Mehrfachbesetzungen tun.

Wer bei all diesen Wünschen nicht nur Bahnhof versteht, ist aber nicht nur bei der jüngsten Theaterproduktion an der richtigen Stelle. „Ein bisschen Theatererfahrung wäre von Vorteil“, sagt Roswitha Graß über die Wunsch-Herren, die gerne in Zukunft ein stolzer Teil der Truppe sein können. Erfahrung darf sein, ist aber keine zwingende Voraussetzung, was aber sein muss, ist Spielfreude. Die kommt aber von ganz alleine, denn wer einmal „Mäuschen“ spielt bei den dienstäglichen Proben des Kellertheaters – immer ab 20 Uhr im Keller des VHS-Gebäudes in Heinsberg an der Westpromenade 9 (nächster Termin: nach den Osterferien am 5. April) – merkt schnell, dass die Lust am Theaterspielen ganz schön ansteckend sein kann. „Volljährig wäre auch von Vorteil“, gibt Roswitha Graß den Interessenten noch mit auf den Weg.

Wer jetzt noch immer zweifelt, der darf auch gerne eine E-Mail an roswitha.grass@t-online.de schreiben. In der Hoffnung, dass sich das Warten auf neue Herren im Ensemble nicht zu einem bühnenfähigen Drama auswächst.

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