Keller verwandelt sich in Kunstatelier

Von: Anna Petra Thomas
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Zusammen mit Angelika Philippen (3.v.l.) und Rabea Philippen (3.v.r.) präsentieren die jungen Künstler ihre Lieblingswerke. Foto: Anna Petra Thomas

Waldfeucht-Braunrath. „Jetzt weiß ich, dass ich Kunst kann!“ Spontan spricht eine der jungen Künstlerinnen aus, was ihr die Woche im Ferienprogramm der offenen Jugendarbeit an Selbstvertrauen gegeben hat.

„Skylines“ oder „Kunst im Sommer“ waren Gedanken, mit denen das Projekt überschrieben war, das vom Kulturrucksack NRW unterstützt wurde und für das Rabea Philippen, Leiterin der offenen Jugendarbeit, ihre Mutter Angelika, eine passionierte Malerin, als Kursleiterin gewinnen konnte.

Sie verwandelte den Keller des Braunsrather Pfarrheims zusammen mit ihren jungen Nachwuchskünstlern in ein echtes Atelier und führte sie an neue Techniken heran.

Bis zur Ausstellungsreife

„Schön, wie sie sich einfach darauf eingelassen haben“, lobte sie ihre Schüler, die am Ende der Woche nicht nur eins, sondern oft gleich mehrere Werke bis zur Ausstellungsreife fertiggestellt hatten. Am Anfang sei da oft der Gedanke gewesen, was denn wohl so ins eigene Zimmer passe. Aber davon hätten sich die jungen Maler dann mehr und mehr gelöst, freute sie sich.

Und die jungen Maler ließen sich ein auf neue Techniken. So wurde der Untergrund der Leinwände zunächst gebeizt, „mit wasserlöslicher Beize, wie man sie einfach im Baumarkt kaufen kann“, erzählt Angelika Philippen.

Es folgte eine Strukturtechnik mit echtem Marmormehl, „das wie ein Eierkuchenteig mit einem Spachtel über die Leinwand verteilt wurde“. Nächster Schritt war eine Pigmentierung des Ganzen mit verdünnter Ölfarbe. Die „Skyline“ obendrauf wurde dann aus handgeschöpftem, schwarzem Papier ausgeschnitten und aufgeklebt.

Die Silhouetten von Berlin, Düsseldorf, Köln oder Paris oder gar der ganzen Welt durch einen Kreis vieler Sehenswürdigkeiten unterschiedlicher Metropolen gefielen den Besuchern der Ausstellung ebenso wie die von Bäumen oder Tieren. „Ich häng‘ meins in mein Zimmer“, gestand eine der jungen Künstlerinnen dann doch. Andere Werke seien schon als Geschenke gedacht, ergänzte Rabea Philippen.

Nach der Kunstausstellung verwandelte sie den Kellerraum in ein Nähatelier für das nächste Projekt über eine weitere Ferienwoche.

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