Keine Kündigungen wegen Volksbank-Fusion

Von: red
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Name und Vorstandssitz bleiben: Die Volksbank Erkelenz und die Volksbank Mönchengladbach wollen fusionieren. Ende Juni werden die Vertreterversammlungen entscheiden. Foto: Stefan Klassen

Kreis Heinsberg. Die Volksbank Erkelenz und die Volksbank Mönchengladbach haben, nachdem die Sondierungsgespräche nach Unternehmensangaben „positiv verlaufen“ sind, konkrete Fusionsverhandlungen aufgenommen und erste Vereinbarungen getroffen. Demnach soll das neue gemeinsame Institut – vorbehaltlich der Zustimmung der Vertreterversammlungen Ende Juni dieses Jahres – Volksbank Mönchengladbach heißen.

Es gibt nach Angaben der Volksbank Erkelenz keine fusionsbedingten Kündigungen. „Durch Fluktuationen und altersbedingtes Ausscheiden wird die Gesamtzahl der Mitarbeiter jedoch auf Dauer sinken“ heißt es.

Die Namen Volksbank Erkelenz und Volksbank Willich bleiben erhalten. Der Vorstand wird zunächst mit fünf und ab April 2018 mit drei Mitgliedern besetzt sein und in Mönchengladbach und Erkelenz sitzen. Die Genossenschaftsbanken betonen, dass in diesen Tagen die Mitarbeiter sowie die von den Mitgliedern gewählten Vertreter über die Gespräche und die ersten Ergebnisse informiert wurden.

Die Unternehmen hatten zuletzt immer wieder darauf hingewiesen, dass die Herausforderungen für regionale Geldinstitute immens zugenommen haben. Digitaler Wandel, die sich ändernde Altersstruktur der Gesellschaft sowie die steigenden Anforderungen der Mitglieder und Kunden an die Beratungsqualität und an das Kreditgeschäft seien wichtige Handlungsfelder.

Hinzu komme, dass Politik und Bankenaufsicht mittlerweile Rahmenbedingungen geschaffen hätten, „in denen größere Genossenschaftsbanken deutlich besser ihrem Förderauftrag nachkommen könnten als kleinere“, heißt es in einer Erklärung der Volksbank Erkelenz. Während die Niedrigzinspolitik in Europa den Staaten billige Kredite verschaffe, drücke sie seit einiger Zeit die Erträge aller Banken. Zugleich stiegen die bürokratischen Auflagen und Pflichten für alle Geldinstitute durch zunehmende regulatorische Anforderungen.

Beide Häuser stünden nun vor der Aufgabe, Antworten auf diese Entwicklungen zu finden und die Präsenz genossenschaftlicher Finanzdienstleistungen vor Ort zu sichern. „Als verantwortungsvolle Kaufleute wissen wir: Heute sind wir in einer Position der Stärke. Unsere aktuellen Erträge sind noch auskömmlich, wir haben uns für die Gegenwart gut aufgestellt.

Aber wir wissen auch: In Zukunft werden unsere Erträge sinken und unsere Kosten steigen – wenn wir nicht rechtzeitig gegensteuern“, so die beiden Volksbanken. „Nach sorgfältiger Prüfung der politischen und betriebswirtschaftlichen Situation sowie intensiven Beratungen sind wir heute der Überzeugung, dass die Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft am besten durch das Zusammengehen mit einem weiteren Genossenschaftsinstitut zu lösen sind.“

In den kommenden Wochen und Monaten gehen beide in die Kommunikation mit ihren Mitgliedern und Mitgliedervertretern. Über die Verschmelzung entscheiden die Vertreterversammlungen, die für Ende Juni vorgesehen sind.

Die Volksbank Erkelenz und die Volksbank Mönchengladbach planen die Verschmelzung im Laufe dieses Jahres. Sie soll rückwirkend zum Bilanzstichtag 1. Januar 2017 erfolgen. Das Institut soll Volksbank Mönchengladbach heißen. In Erkelenz wird der Name „Volksbank Erkelenz, Niederlassung der Volksbank Mönchengladbach“ und in Willich „Volksbank Willich, Niederlassung der Volksbank Mönchengladbach“ lauten. In Kurzform wird von der Volksbank Erkelenz und der Volksbank Willich gesprochen.

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