Erkelenz - Kaum gute Alternativen zum Essen in der Schulmensa

Kaum gute Alternativen zum Essen in der Schulmensa

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Erkelenz. Zum Thema Essen in der Mittagspause haben Andrea Nolten und Gülsen Koch, Lehrerinnen am Cusanus-Gymnasium Erkelenz, ein Ernährungsprojekt durchgeführt. Beteiligt waren die siebten Klassen der Schule, die aufgeteilt in Gruppen diverse Umfragen und Interviews durchführten.

„Als Lehrerinnen für das Fach Ernährungswissenschaft haben uns die Essgewohnheiten der Schülerinnen und Schüler während der im Rahmen des offenen Ganztags neu eingeführten Mittagspause interessiert”, so Nolten über die Idee zum Projekt. Am Ende präsentierten die Siebtklässler ihre Ergebnisse vor einigen fünften Klassen der Schule, da die Schüler dieser Altersstufe erstmals in ihrer Schullaufbahn eine „lange” Mittagspause haben.

Nicht nur die Cusaner der siebten bis neunten Klassen, sondern auch die Inhaber der Fast-Food-Restaurants in der näheren Umgebung der Schule wurden zum Thema befragt. Leitfragen waren: Wo gehen die Schüler essen? Was essen sie, und wie viel Geld geben sie aus?

Als Alternativen zum Essen in der Mensa wird vor allem das Angebot an Burgern, Baguettes, chinesischem Essen und einer Supermarktkette wahrgenommen. Die Umfragen zeigten, dass nur knapp 18 Prozent der Schüler zum Mittagessen nach Hause fahren. Die Untersuchung, welches Essen besonders reichhaltig und gesund ist, ergab, dass die mit frischem Salat belegten Baguettes am besten abschnitten. „Bestellt man sein Baguette beispielsweise mit Hähnchenbrust, wird man satt und ernährt sich verhältnismäßig gesund”, so die Gruppen in ihren Präsentationen.

Die Burger und der China-Imbiss hingegen waren zwar im Preis-Leistungs-Verhältnis weiter vorne, das Essen allerdings erwies sich „als nicht gerade nährstoffreich und teilweise nicht unbedingt gesund”, so die Projektgruppe. Als Fakt wurde vor allem herausgestellt, dass viele Geschmacksverstärker in den verschiedenen Nudel- und Reisgerichten enthalten sind.

Vor allem bei den Siebtklässlern (rund 25 Prozent) ist der Supermarkt in der Mittagspause ein beliebter Zielort. „Der hat eine sehr große Obst- und Gemüseabteilung”, stellte die Gruppe fest, die das Angebot im Supermarkt unter die Lupe genommen hatte. „Das Problem ist nur, dass die Schüler dort in erster Linie nicht die gesunden Nahrungsmittel, sondern Süßigkeiten und Gebäck kaufen.” In diesem Zusammenhang wurde auch das Pausenangebot am Cusanus kritisiert, da beim Hausmeister fast ausschließlich ungesunde Snacks und Süßigkeiten erstanden werden können.

Eine Projektgruppe wies die Fünftklässler auf die Langzeitfolgen von schlechter Ernährung hin. Dabei nannten sie Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes oder Übergewicht. Sie gaben ihnen Tipps und Rezepte für eine bessere Ernährung mit auf den Weg und reichten kleine Kostproben zum Probieren.

Insgesamt, so das Endresultat des Projektes, konnte keine der Alternativen mit dem gesunden, abwechslungsreichen und preisgünstigen Essen in der Schulmensa mithalten. Es besteht zwar auch noch die Möglichkeit, sich selbst Essen für die Mittagspause mitzunehmen und es in der im Oberstufenkeller befindlichen Mikrowelle aufzuwärmen, diese Alternative lehnten die Schüler laut Umfragen aber fast durchweg ab.
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