Katholisches Forum freut sich über das Gütesiegel

Von: mabie
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Ulla Otte-Fahnenstich ist als pädagogische Mitarbeiterin auch Koordinatorin der Tageselternqualifizierung beim Katholischen Forum für Erwachsenen- und Familienbildung. Sie freut sich über die erneute Verleihung des ­Gütesiegels. Foto: Markus Bienwald

Kreis Heinsberg. Die Freude über die erneute Zertifizierung mit dem Gütesiegel zur Qualifizierung von Tagespflegepersonen steht Ulla ­Otte-Fahnenstich ins Gesicht geschrieben. „Wir freuen uns“, sagt die pädagogische Mitarbeiterin und Koordinatorin der Tages­elternqualifizierung beim Katholischen Forum für Erwachsenen- und Familienbildung kurz.

Doch damit ist wohl kaum umschrieben, welche Arbeit hinter dem vom Landschaftsverband Rheinland verliehenen Gütesiegel steckt. Seit 2012 hat das Forum schriftlich, dass es Tagesmütter und Tagesväter entsprechend den Richtlinien des Deutschen Jugendinstitutes ausbildet.

Das Gütesiegel des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Bundesagentur für Arbeit und des Landes Nordrhein-Westfalen weist nicht nur die Qualität der geleisteten Arbeit aus, sondern gilt auch als Nachweis bei Kostenträgern, schließlich wird die Ausbildung kostenmäßig meist zu 50, manchmal auch zu 100 Prozent von der öffentlichen Hand übernommen.

„Die Kindertagespflege ist eine anspruchsvolle Aufgabe und verlangt von den Tageseltern große Verantwortung“, so Otte-Fahnenstich. Schließlich würden Eltern zu Recht erwarten, dass Tagespflegepersonen bestmöglich ausgebildet und gut auf ihre Tätigkeit vorbereitet seien. „Deshalb legt das Forum großen Wert auf eine anhaltende Professionalisierung in der Kindertagespflege“, betont sie. Das Angebot soll kontinuierlich ausgebaut werden.

So stehen beispielsweise neben dem Grundkurs, der insgesamt 160 Stunden umfasst, noch weitere Aufbaumodule bereit. Dazu gehören beispielsweise Kursangebote mit Sozialpädagogen, die sich mit dem Erziehungsauftrag in der Kindertagespflege befassen oder die Bedeutung von Bindung und sicherer Beziehung in der Kindertagespflege beleuchten.

Solche Module sind übrigens ein neues Angebot des Forums, ebenso wie die Öffnung für bereits aktive Tageseltern und deren Begleitung in der Praxis. „So können wir Themen auffrischen und vertiefen und von den Anregungen aus der Praxis neu lernen“, weiß Ulla Otte-Fahnenstich.

Alle zwei Monate wird dazu nach Absprache ein Treffen mit aktiven Tagespflegepersonen arrangiert. „Durch die Sicht von außen, bieten wir diesen Tageseltern eine Art von Supervision an, die aber nicht mahnend den Finger heben, sondern vielmehr auf Möglichkeiten hinweisen soll“, betont die Forumsmitarbeiterin.

Das Forum kooperiert mit den Jugendämtern der Städte Erkelenz, Geilenkirchen, Heinsberg und ­Hückelhoven und pflegt eine gute verbindung zum Netzwerk für Tagesmütter und Tagesväter im Kreis Heinsberg Was alles so möglich ist, was alles lernbar ist und was sinnvoll erscheint, ist in einem dicken Handbuch zusammengefasst, dessen Umsetzung aber wiederum nur ein Baustein ist, um das Gütesiegel zu erreichen. Fast 30 Dokumente und Bescheinigungen sind einzureichen und viele Nachweise zu erbringen, um das Siegel wieder zu erlangen.

Das erklärt natürlich auch die Freude bei Ulla Otte-Fahnenstich, die sich aber auch freut, dass das Forum die Zertifizierung nun für drei Jahre hat. „Damit sind wir im normalen Rhythmus angekommen“, schließt sie. Denn zum Start gilt das Siegel immer nur für ein Jahr, lässt sich danach auf zwei Jahre ausweiten, ehe dann das Gütesiegel immer im Rhythmus von drei Jahren verliehen wird.

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