Katholisches Altenwerk: Dank an Heinz-Peter Benetreu

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Felix Rathofer (links), Geschäftsführer des Bundesforums, dankte dem aus der aktiven Mitarbeit ausscheidenden Heinsberger Seniorenpolitiker Heinz-Peter Benetreu (r.).

Kreis Heinsberg. Bereits im Herbst 2015 hatte der Vorsitzende des Katholischen Altenwerkes Bistum Aachen, der Heinsberger Heinz-Peter Benetreu (71), im höchsten Organ des Altenwerkes angekündigt, dass er bei der nächsten Tagung des Altenrates nicht mehr als Vorsitzender kandidieren wird.

Benetreu ist seit Frühjahr 2004 Vorsitzender. Zur Begründung nannte Benetreu persönliche Gründe, dabei schloss er ausdrücklich „Altersgründe“ aus, da er auf dem Standpunkt stehe, dass sich die ältere Generation mit ihrer reichhaltigen Berufs- und Lebenserfahrung so lange wie möglich engagieren sollten.

Nun zog Benetreu durch den Rückzug auf Bundesebene die ersten Konsequenzen. Bei der Bundesarbeitskonferenz Altenpastoral und der Konferenz der Diözesanbeauftragten und der Ehrenamtlichen erfolgte die Verabschiedung von der bundespolitischen Bühne.

Seit 2005 arbeitete der ehemalige „politische“ Gewerkschaftssekretär, der beim Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) über 30 Jahre hauptamtlich tätig war, ehrenamtlich und professionell im Bundesforum Katholische Seniorenarbeit (BfKS) mit.

Das BfKS, eine Arbeitsgemeinschaft der Institutionen für Seniorenarbeit der deutschen Bistümer sowie die Diözesan-Altenwerke und Diözesan-Foren, vernetzt die 27 deutschen (Erz)Bistümer und ist Gründungsmitglied der 1977 gegründeten Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO). Die Geschäftsführung des BfKS erfolgt durch den Geschäftsführer Felix Rathofer beim Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Bereich Pastoral, in Bonn.

Das Bundesforum hat sich unter anderem die Aufgabe gestellt, Zielvorstellungen für die Altenpastoral zu entwickeln und die Anliegen der Senioren in Kirche und Gesellschaft zu vertreten. Schwerpunkte der Arbeit sind die vier Handlungsfelder der kirchlichen Altenpastoral: Altenseelsorge, Altenbildung, Altenhilfe und Altenpolitik. Fast zehn Jahre gehörte Heinz-Peter Benetreu dem Vorstand dieser Arbeitsgemeinschaft an.

Die BAGSO vertritt über ihre 112 Mitgliedsverbände die Interessen von 13 Millionen älterer Menschen in Deutschland. Dazu gehört ganz besonders der Aufgabenbereich, die Vertretung gemeinsamer Positionen der Mitgliedorganisationen gegenüber politischen Mandatsträgern als „Lobby der Älteren“ vorzunehmen.

Hier arbeite Benetreu im Auftrag des BfKS in den verbandsübergreifend besetzten Fachkommissionen „Aktuelle Fragen der Seniorenpolitik“ und „Gesundheit und Pflege“ und zeitweise in der Fachkommission „Freiwilliges Engagement und Partizipation“ mit. Hier werden gemeinsame Positionen zu ausgewählten politischen Themen entwickelt, damit die BAGSO mit abgestimmten Positionen für aktuelle Stellungnahmen agieren kann.

Die BAGSO ist die Organisation, die mit ihren Mitgliedsverbänden alle drei Jahre den Deutschen Seniorentag ausrichtete. Bei der Vorbereitung und Durchführung der vielen Veranstaltungen zum Zuhören, Mitreden und Mitmachen war Benetreu durch die Mitarbeit in den Fachkommissionen aktiv beteiligt. So auch 2015 beim 11. Deutschen Seniorentag in Frankfurt mit seiner Frau Gisela als „Zeitzeugen“ bei der kirchlichen Veranstaltung „Wohin gehst du Mensch? – in Deinem Leben“.

Abgabe weiterer Ämter

„Heinz-Peter Benetreu hat sich zehn Jahre auf Bundes- und Regionalebene in verschiedenen Gremien des BfKS und auch in der BAGSO engagiert: im Vorstand, in der Regionalgruppe Nord/West und in den beiden BAGSO Fachkommissionen ,Aktuelle Fragen der Seniorenpolitik‘ und ,Gesundheit und Pflege‘.

Mit Humor, Lebensweisheit, aber bisweilen auch mit Elan“ habe sich Benetreu „vielfältig, langjährig und zuverlässig für die katholische Altenarbeit eingesetzt“, so Bundesforum-Geschäftsführer Felix Rathofer.

„Die BAGSO ist eine erfolgreiche Lobby der älteren Menschen in Deutschland“, so Heinz-Peter Benetreu, „sonst hätten sich nicht mehr als 110 Verbände unter ihrem Dach zusammengeschlossen“. Benetreu hält es auch in der Zukunft für notwendig, dass sich engagierte Menschen dafür einsetzen, „ein realistisches Altenbild in der Gesellschaft zu zeichnen, mit einem ausreichenden Einkommen ein selbstbestimmtes Leben im Alter zu ermöglichen, die gesellschaftliche Teilhabe und Partizipation älterer Menschen in Gesellschaft und Kirche zu fördern, und ein solidarisches Miteinander der Generationen anzustreben“.

Zudem gehe es darum, „ein gesundes Altern und eine hochwertige gesundheitliche und eine hochwertige pflegerische Versorgung sicher zu stellen sowie die Interessen älterer Verbraucherinnen und Verbraucher zu wahren“.

Benetreu will sich in diesem Sinne weiterhin auf lokaler und kommunaler Ebene engagieren, „solange ich vom lieben Gott die Kraft dazu geschenkt bekomme“, sagt Benetreu.

Inzwischen hat Heinz-Peter Benetreu auch bei der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) im Bezirk Aachen seinen Rückzug angekündigt. Ebenso wird der engagierte Karnevalist bei der Jahreshauptversammlung im Sommer nicht mehr für das Gesamtpräsidium des Verbandes der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise (VKAG) kandidieren.

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