Kreis Heinsberg - Katholikenrat: Viele Aktivitäten in der Flüchtlingshilfe

Katholikenrat: Viele Aktivitäten in der Flüchtlingshilfe

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Kreis Heinsberg. Informationen aus der Region, den Gemeinschaften der Gemeinden und den Verbänden erhielten die Mitglieder vom Katholikenrat der Region Heinsberg beim traditionellen Fischessen am Aschermittwoch im Hückelhovener Pfarrheim Burg.

Deutlich wurde dabei, dass es mittlerweile viele Aktivitäten in der Flüchtlingshilfe gibt. So fand unter anderem ein Begegnungsfest in der Flüchtlingsunterkunft Birgelen – initiiert von dem im vergangenen Jahr gegründeten Flüchtlingsnetzwerk Wassenberg – statt. Das Netzwerk hat es sich zum Ziel gesetzt, die Flüchtlinge zu betreuen.

Die Mitglieder des Katholikenrates erfuhren weiter, dass es in der GdG Selfkant ein „Willkommensessen“ gab, aus dem sich neue Aktivitäten entwickelt haben. Zudem werden im Selfkant gebrauchte Fahrräder für die Flüchtlinge gesammelt.

Auch in der GdG Gangelt ist man aktiv geworden. Es wurde ein Aktionskreis Asyl gegründet. Unter anderem können da Ehrenamtler erfahren, wie sie sich engagieren können, um die Integration vor Ort zu begleiten. Bärbel Windelen, Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes für die Region Heinsberg, teilte mit, dass in Gangelt die Ausbildung und Begleitung von Flüchtlingspaten überlegt werde. „Vieles ist in der Entwicklung. Das ist erfreulich“, stellte sie fest.

Zudem wurden vom Caritasverband für die Region Heinsberg Anträge an das Kommunale Integrationszentrum gestellt, um für die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit vor Ort Gelder vom Landesministerium Arbeit, Integration und Soziales, das für den Kreis 18.000 Euro bereitgestellt hat, zu erhalten.

Geschäftsführer Ralf Zanders wies darauf hin, dass weiterhin von den katholischen Pfarreien und Verbänden finanzielle Unterstützung für Projekte der Flüchtlingsarbeit aus dem Migrationsfonds des ­Bistums Aachen beantragt werden können und dass der Katholikenrat über einen Nothilfefonds für kurzfristige unbürokratische Hilfe-stellungen verfügt.

Michael Kock vom Regionalverband Heinsberg im Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) machte auf das Bündnis für Freiräume, eine Initiative des Landesjugendrings NRW, aufmerksam. Dieses Bündnis setzt sich dafür ein, „die Freizeit zu befreien“. Die große Arbeitsverdichtung habe auch die Kinder und Jugendlichen erreicht, erklärte er.

Es sei wichtig, dass sie neben dem Lernen auch noch Phasen der freien Zeit hätten, die nicht „verplant“ seien. Politisch müsse darauf hingewirkt werden, dass Kinder und Jugendliche mehr freie Zeit zur Verfügung haben, um eine ausgereifte Persönlichkeit werden zu können, und dass sie Muße haben, eigene Ideen zu entwickeln, so Kock. Der BDKJ habe deshalb ein regionales Bündnis ins Leben gerufen. Denn eine Gesellschaft, die auf bürgerschaftliches Engagement Wert lege, brauche Freiräume. Der Katholikenrat will auf seiner nächsten regulären Sitzung darüber beraten, ob er diesem Bündnis für Freiräume beitritt.

Jugendbeauftragter Guido Funken informierte darüber, dass es ein Messdiener-Camp für alle Messdienerinnen und Messdiener vom 12. bis 14. Juni auf dem Zeltplatz der Jugendbildungsstätte Haus St. Georg in Wegberg als Dankeschön für ihren Einsatz geben werde.

Bärbel Windelen verwies schließlich noch auf das Jahresprogramm „Wege aus dem Labyrinth der Trauer“ mit Angeboten von Trauerpastoral und Trauerbegleitung im Bistum Aachen.

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