Katholikenrat für Erhalt der mittleren Ebene

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Kreis Heinsberg. „Brauchen wir eine mittlere Ebene? Was spricht für die mittlere Ebene und was dagegen? Was brauchen wir in der mittleren Ebene? Wie füllen wir den Bereich mittlere Ebene mit konkreten Ideen?“

Mit diesem Fragenkatalog wandte sich Vorsitzender Lutz Braunöhler an die Mitglieder des Katholikenrates der Region Heinsberg bei einer Sitzung in der „Burg“ in Hückelhoven. Zuvor hatte er erklärt, dass die mittlere Ebene beziehungsweise die Ebene der Region nicht allein im Bistum Aachen auf dem Prüfstand stehe. Zumal es immer weniger Priester gebe, die bereit seien, das Amt des Regionaldekans anzustreben. Nur noch vier von acht Regionen im Bistum Aachen hätten einen Regionaldekan, erklärte er.

„Die Kirche in der Region ist mehr als das Amt des Regionaldekans“, stellte Geschäftsführer Ralf Zanders heraus. Zur Region würden der Pastoralrat, der Katholikenrat, das Katholische Forum, die katholischen Sozial- und Jugendverbände sowie der Caritasverband mit seinen Fachverbänden gehören. „Uns allen würde was fehlen, wenn wir die Struktur der mittleren Ebene nicht mehr hätten“, betonte Christa Nickels aus der Gemeinschaft der Gemeinden Geilenkirchen.

Ohne die Koordinierungs- und Vernetzungsfunktion der mittleren Ebene werde es pfarrliche Parallelgesellschaften geben. Der Zusammenhalt als katholische Kirche fehle dann. Sie warf die Frage in den Raum, ob nicht das Amt des Regionaldekans auch von Laien übernommen werden könnte. Denn ihre Befürchtung sei, dass auf das Fehlen eines Regionaldekans der Abbau der regionalen Geschäftsstelle – des Büros der Regionaldekane – folge.

Ralf Zanders verdeutlichte, was alles auf der mittleren Ebene vernetzt ist. Dazu gehören die Arbeiter- und Betriebspastoral, die Frauenseelsorge, die St.-Martins-Kleidersammlung, die Flüchtlingsseelsorge, die Altenseelsorge, die Notfallseelsorge, die Trauerpastoral, die liturgische Bildung sowie die Fortbildungen für Religionslehrer. Zudem beteilige sich die mittlere Ebene intensiv am Bündnis gegen Rechtsextremismus und im Flüchtlingsrat.

„Diese Themen benötigen alle die mittlere Ebene, damit sie kirchliche Relevanz haben“, erklärte er. Er betonte, dass eine Region ohne Regionaldekan nicht am Ende sei. Es gelte, die Themen und Aufgaben als wichtig herauszustellen und diese strukturell abzusichern. „Was sind unsere Erwartungen, und wofür würden wir die regionale Ebene gerne nutzen?“

Dies stellte er als Fragen in den Raum. Daraufhin schlug Christa Nickels vor, einen Regionaltag als Arbeitstreffen zu veranstalten, bei dem die Vielfalt, welche die Region ausmacht, dargestellt und sichtbar wird. „Diese Idee nehmen wir als den Wunsch aller mit“, unterstrich Lutz Braunöhler. Wenn die regionalen Gremien – Katholikenrat und Pastoralrat – sowie die GdG-Leiter-Konferenz dies befürworten würdem, könne man eine inhaltliche und organisatorische Vorbereitungsgruppe bilden, erklärte Ralf Zanders.

Abschließend stellte Christa Nickels noch den Antrag, bei der nächsten Sitzung eine Resolution bezüglich des Erhalts der regionalen mittleren Ebene für den neuen Bischof zu verfassen. Dieser wurde einstimmig angenommen.

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