Katholikenrat diskutiert: „Es geht nicht nur um territoriale Seelsorge”

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Kreis Heinsberg. „Ich will mit Ihnen heute in einen Gedankenaustausch über die zukünftigen synodalen Strukturen treten”, sagte Vorsitzender Lutz Braunöhler zu den Mitgliedern bei der Vollversammlung vom Katholikenrat der Region Heinsberg im Pfarrzentrum von St. Lambertus in Erkelenz.

Denn Veränderungswünsche zur GdG-Satzung könnten noch bis Ende des Monats eingebracht werden, erklärte er. Diese Eingaben würden dann in einer zweitägigen Klausur von der Arbeitsgruppe abgearbeitet.

Zur Diskussion standen vier Punkte: die Zusammensetzung des GdG-Rates, die Gemeinderäte, der Gemeindebegriff und die Entwicklung eines neuen Selbstverständnisses. Die Mitglieder einigten sich zunächst darauf, bei der Zusammensetzung des GdG-Rates einzufordern, dass die Zahl der gewählten Mitglieder mindestens neun und nicht wie in der bisherigen Satzung acht und die Zahl der berufenen Mitglieder höchstens sieben Mitglieder betragen soll.

Braunöhler wies zudem darauf hin, dass der GdG-Rat, der viermal im Jahr tagt, kein Arbeitsgremium für die Bewältigung der täglichen Arbeit sei. Die Arbeit vor Ort werde in Zukunft im Gemeinderat oder Ortsausschuss gemacht.

Eine Diskussion entbrannte dann über die aufgrund ihres Amtes und ihrer Funktion berufenen Mitglieder. Bärbel Windelen, Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes, störte die Formulierung, dass ein Vertreter des regionalen Caritasverbandes oder aus dem Feld der diakonischen Pastoral im GdG-Rat vertreten sein soll.

Sie forderte, dass sprachlich zu erkennen sein müsse, dass dem Caritasverband ein Vorrang gegeben wird. Schließlich einigte sich der Katholikenrat darauf, dem Caritasverband eine Vorrangstellung einzuräumen, die Formulierung jedoch so zu wählen, dass dies keine Blockade für andere darstelle.

Zudem votierten die Mitglieder dafür, dass neben einem Vertreter für das pastorale Feld der Kindertagesstätten auch die Jugendarbeit mit abgebildet werden solle. Bei dem Entwurf der Ordnung zur Bildung der Gemeinderäte gab es eine kurze Diskussion darüber, ob die Mitglieder berufen oder gewählt werden sollten. Überein kam der Katholikenrat, dass dies offen zu belassen sei, ob delegiert oder gewählt werde.

Wenn aus einem Ort ausdrücklich der Wunsch nach einer Wahl bestehe, so sollte sich der GdG-Rat dem nicht verschließen, fasste Braunöhler das Votum des Katholikenrats zusammen. Zum Gemeindebegriff erklärte der Vorsitzende, dass der Begriff eine deutliche Erweiterung gegenüber dem Begriff Pfarrgemeinde darstelle. „Es geht darum, nicht nur auf die territoriale Seelsorge zu achten, sondern auch mehr auf die kategoriale”, so Braunöhler.

Als wünschenswert bezeichneten die Mitglieder es, Ansprechpartner und Begleitung für Ehren­amtler sowie Qualifizierungen als Motivation herauszustellen, um neue und jüngere Ehrenamtliche zu bekommen.

Zum weiteren Vorgehen erklärte Lutz Braunöhler, dass nach einer Schlussberatung und Abstimmung im Priesterrat, Diözesanrat der Katholiken und dem Diözesanpastoralrat Bischof Mussinghoff die Satzung im Oktober in Kraft setze. Im November würden dann die Infos an die GdGs und Gemeinden gehen.
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