Kanone auf Erdbeerfeld löst Protesthagel aus

Von: Nalini Dias
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Soll die Ernte von Leo Pelzer schützen: die Hagelschutzkanone auf einem Erdbeerfeld des Obstbauern. Foto: Nalini Dias

Waldfeucht-Schöndorf. Auf den Erdbeerfeldern von Obstbauer Leo Pelzer ist derzeit eine Kontroverse im Gang. Zwar nicht um die Frucht als solche, aber um eine spezielle Schutzmaßnahme, die die zarten Erdbeeren vor Zerstörung durch Hagelschauer bewahren soll.

Der 44-jährige Landwirt hat sich vor drei Jahren für eine in hiesigen Breiten ungewöhnliche Art des Pflanzenschutzes entschieden. Er setzt auf sogenannte Hagelschutzkanonen. Dabei handelt es sich um etwa sechs Meter hohe, trichterförmige Metallrohre, aus denen mit Hilfe einer Explosion von Acetylen, Sauerstoff und Stickstoff im Sieben-Sekunden-Takt ionisierende (energiereiche) Stoßwellen senkrecht in die Wolken geschossen werden, wodurch Hagel in Regen umgewandelt werden soll.

Und genau diese Geräte, von denen Leo Pelzer drei mobile Anlagen auf seinen Feldern verwendet, erhitzen die Gemüter. Aufgebrachte Landwirte aus der Nachbarschaft haben sich an Leo Pelzer, aber auch an Politik, Behörden, Kreisbauernschaft und Polizei gewendet und sich beschwert. Nach einer längeren Trockenheitsperiode in der Gemeinde fürchten die Beschwerdeführer, dass der Einsatz der Kanonen nun weiteren Niederschlag abhalten könnte. Zudem stören sie sich an der Lautstärke, mit der die Anlagen arbeiten.

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