Kann Sperrbezirk bald aufgehoben werden?

Von: anna
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Beim Euregionalen Imkertag: Dr. Pia Aumeier (2. v. r.) gab den Imkern auch vor Ort am Bienenstand von Stefan Drachenberg wichtige Informationen. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. Nachdem sich im Januar der Verdacht bestätigt hatte, dass ein Bienenbestand in Heinsberg-Oberbruch mit dem Erreger der sogenannten Amerikanischen Faulbrut infiziert war und in Wassenberg-Orsbeck ein weiterer betroffener Stand gefunden wurde, hatte das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Heinsberg einen Sperrbezirk eingerichtet.

Dieser reicht von Oberbruch an Wassenberg vorbei bis an die Ortsgrenze von Wegberg-­Wildenrath.

In etwa zwei Monaten würden die betroffenen Stände noch einmal untersucht, so Susanne Wolter vom Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt. Wenn sich dann keine Erreger mehr finden würden, könne der Sperrbezirk, in dem sich insgesamt 25 Bienenstände befänden, wieder aufgehoben werden.

Ausgelöst wird die beim zuständigen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt anzeigepflichtige Tierseuche durch das Sporen bildende Bakterium Paenibacillus larvae larvae. Ammenbienen füttern die Larven mit den Sporen dieses Bakteriums und stecken sie so an.

Das Futter haben sie zuvor in einem betroffenen Stand geraubt. Die Amerikanische Faulbrut stelle jedoch keinerlei Gefährdung für die erwachsene Biene, den Menschen oder andere Lebewesen dar, erklärte Stefan Drachenberg vom Imkerverein Heinsberg.

„Auch auf die Qualität des Honigs hat die Erkrankung keine Auswirkungen“, so Drachenberg.

Im Januar hatte Guido Eich vom Institut für Bienenkunde aus Celle in der Festhalle über die Krankheit informiert. Dr. Pia Aumeier von der Ruhr-Universität, die jetzt anlässlich des Euregionalen Imkertages in Oberbruch zu Gast war, referierte zur gleichen Thematik. Auch Aumeier habe noch einmal darauf hingewiesen, dass die Hygiene im Bienenstand sehr wichtig sei, um die Krankheit zu vermeiden, resümierte Drachenberg.

Nachdem die betroffenen Bienenstände entweder vernichtet oder saniert worden sind, hofft er jetzt sehr, dass der Sperrbezirk bald aufgehoben wird. Das sei für die Vermehrung von Bienenvölkern sehr wichtig, sagte er, denn ein neues Volk müsse mindestens drei Kilometer weit weg platziert werden.

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