Kreis Heinsberg - Kammermusik erklingt für den guten Zweck

Kammermusik erklingt für den guten Zweck

Von: jb
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Musik für den guten Zweck beim Benefizkonzert: Klaus Fuhrmann (MS-Selbsthilfegruppe) bedankte sich bei Hanns-Paul Jouck (Freunde der Kammermusik) und dem Ensemble für die Unterstützung. Foto: Bindels

Kreis Heinsberg. „Zwei Sätze sind ein Roman. Multiple Sklerose ist unheilbar. Das Leben ist es trotzdem wert.“ Dies konnten die Besucher des Benefizkonzerts vom Kammermusikensemble Übach-Palenberg zugunsten der MS-Selbsthilfegruppe für den Kreis Heinsberg auf Plakaten in der Wassenberger Kreuzkirche lesen.

Mit dieser Veranstaltung zum 25-jährigen Bestehen der MS-Gruppe wurde eine für alle Beteiligten erfolgreiche Symbiose eingegangen. So erbrachten die Spenden einen Gesamterlös in Höhe von 1100 Euro. Und die Zuhörer wurden mit einer hervorragenden musikalischen Darbietung belohnt.

Klaus Eberl, Oberkirchenrat der evangelischen Kirche im Rheinland, begrüßte die Gäste mit dem Hinweis, dass er Freude empfinde darüber, dass mit diesem Konzert Musik eingesetzt werde, um anderen zu helfen. Dem schloss sich der Vorsitzende der Freunde der Kammermusik aus Übach-Palenberg, Hanns-Paul Jouck, in seinem Grußwort an und dankte Pfarrer Eberl für die Übernahme der Schirmherrschaft bei diesem Benefizkonzert. Seit 1980 setzt sich das Kammermusikensemble mit seinen Benefizkonzerten für Hilfe zur Selbsthilfe ein. Mitwirkende waren Theresia Ackva (Violoncello), Karl-Heinz Bechholtz (Violoncello), Elisa Peschen (Blockflöte), Susanne Peschen (Solo Sopran), Christine Schönleber (Viola), Daniel Herchenbach (Violine), Georg Vorhagen (Violine), Simon Peschen (Violoncello), Hermann Basten (Flöte), Burkhart Ollertz (Flöte), Ireen Mommerz (Blockflöte, Cembalo, Piano), Christina Peschen (Blockflöte), Olga Rach-Schmidt (Piano), Peter Heinen (Blockflöte, Kontrabass) und Hanns-Paul Jouck (Organisation).

Den Gästen wurde ein Querschnitt durch klassische und experimentelle Musik geboten. Mit Michael Christian Festings Concerto a 7 D-Dur, op. 3, begann das Konzert, gefolgt von einer Arie aus Antonio Vivaldis Motette „Nulla in mundo pax sincera“. Eine wundervoll tragende Stimme von Susanne Peschen, welche die Zuhörer in der Arie „Pastorella vagha bella“ von Georg Friedrich Händel nochmals erleben durften.

Wie engagiert und voller Freude die Ensemble-Mitglieder ihre Musik präsentierten, zeigte sich bei den öfters vor den Stücken gegebenen Informationen. So erläuterte Burkhart Ollertz (Querflöte) „die Luftsprünge“ des im Duett mit Ireen Mommerz vorgetragenen Stücks „Caprioles pour flute et piano“ von André Jolivet.

Es war den Zuhörern anzumerken, dass „das Leben es trotzdem wert ist“, denn was könnte trotz aller Beeinflussung durch die Krankheit MS besser diesen Satz bestätigen, als das Klavierkonzert in A-Dur, KV 414, mit Streichensemble von Wolfgang Amadeus Mozart. Dafür erhielt die Piano-Solistin Olga Rach-Schmidt (gefördert von den Freunden der Kammermusik) lang anhaltenden Beifall.

Mit dem experimentellen Stück „Chaconny aus Sonata VI“ für Flöten und Cembalo von Henry Purcell erfuhren die Zuhörer, dass im Hochbarock, der Lebenszeit von Purcell, „moderne“ Kompositionen entstanden. So werde das Musikmotiv in fünf Takten mehr als 40-mal variiert wiederholt, so dass ein fast meditatives Klangbild entsteht.

Mit „Sonatina“ von Gottfried Reiche, „Ricercare“ von Girolamo Frescobaldi und der „Wassermusik Air“ von Georg Friedrich Händel brillierte das Blockflötenquartett, bevor mit dem Concerto g-moll, RV 531, von Antonio Vivaldi das Konzert endete.

Ein weiteres Benefizkonzert zum 25-jährigen Bestehen der MS-Selbsthilfegruppe folgt am 14. September in der Hückelhovener Aula. Die Formation beets ‘n‘ berries, der Gospelchor rejoiSing aus Erkelenz sowie die Rur-Rock-Band der Oberbrucher Rurtal-Schule versprechen einen kurzweiligen Abend.

<i>In seinem Schlusswort bedankte sich der Leiter der MS-Selbsthilfegruppe, Klaus Fuhrmann, bei den Spendern, den Ensemblemitgliedern und Oberkirchenrat Klaus Eberl für den Einsatz und die Hilfen.

Mit dem Hinweis auf die Spendenverwendung (unter anderem Fahrdienste für Rollstuhlfahrer und Kosten für die Anmietung von behindertengerechten Bussen) belegte er die Notwendigkeit der Unterstützung. Wer mehr über die Krankheit Multiple Sklerose und die Gruppe erfahren möchte, kann dies direkt bei Klaus und Ingeborg Fuhrmann unter 02432/5281.

Informationen gibt es im Internet unter www.ms-selbsthilfegruppe-heinsberg.simigos.com.</i>

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