JVA-Erweiterung: Fundamente liegen, jetzt geht es aufwärts

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Die Luftaufnahme unseres Redakteurs und Hobby-Piloten Manfred Kistermann zeigt eindrucksvoll den Baufortschritt an der Justizvollzugsanstalt in Heinsberg, gegenüber dem Lago Laprello gelegen. Der Erweiterungsbereich ist oben links deutlich zu erkennen. Foto: Manfred Kistermann

Heinsberg. Wo derzeit rund 240 Strafgefangene ihre Haft absitzen, werden bald etwa 580 Jugendliche am Tag versorgt werden müssen. Bis zu 160 von ihnen sind dann Untersuchungshäftlinge.

Und damit dies reibungslos gelingt, laufen die Bauarbeiten zur Erweiterung der Justizvollzugsanstalt in Heinsberg auf Hochtouren. Am Ende werden rund 74 Millionen Euro verbaut sein und 18.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen.

„Die Fundamente für die Straf- und Untersuchungshaft liegen bereits. Die Gebäude werden jetzt hochgezogen”, erklärt Willi Kroh, stellvertretender Anstaltsleiter. Aufgrund der guten Witterung der letzten Monate seien die Arbeiten zügig vorangeschritten, sodass der Zeitrahmen bislang in etwa eingehalten werden konnte. Neben der Erweiterung der Haftmauer, das Einzige, was von außen wirklich zu sehen ist, werde unter anderem ein Werkstatt- und Garagengebäude entstehen sowie zwei Werk- und Ausbildungshallen für die berufliche Förderung der Häftlinge.

„Im Moment wird auch der von Innen der Mauer vorgelagerte Sicherungszaun aufgestellt. Das hat zur Folge, dass der Sport im Freien derzeit nicht stattfinden kann.” Quasi als eine Art Belohnung für diese Überbrückungsphase werde später ein neuer Sportplatz mit einem Kunstrasenbelag angelegt. Auch die Sporthalle erfahre nicht nur nach 30 Jahren eine Sanierung, sondern eine Erweiterung um etwa 280 Quadratmeter - inklusive Fitnessbereich.

Die Abstimmung mit dem Bauherren, dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW in Aachen, laufe hervorragend, sagt Kroh. Wenn auch Sparzwänge hier und da für Diskussionsbedarf sorgten. Natürlich gestalte sich nicht alles völlig problemlos. Die Vernetzung der alten Einrichtungen mit den neuen bringe immer wieder kleinere Hürden hervor. „Wenn die Küche von 240 Mahlzeiten am Tag auf 580 erweitert werden muss, müssen wir improvisieren.” Das warme Essen soll für diesen Zeitraum entweder von einer anderen Haftanstalt oder einem privaten Anbieter geliefert werden.

NRW-Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter dürfte bald auch wieder zu Gast in Heinsberg sein, meint Kroh. Denn am 5. Oktober steht das Richtfest an.
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