Hückelhoven - Jungforscher nutzen ihre Möglichkeiten

Jungforscher nutzen ihre Möglichkeiten

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Simon Goertz und Maximilian Axer befassten sich mit Lebensmitteln.

Hückelhoven. Alle Jahre wieder reisen Schüler des Gymnasiums Hückelhoven zum Wettbewerb „Jugend forscht”. Ebenso regelmäßig sind sie erfolgreich - so auch jetzt, da die Unternehmerschaft Niederrhein zum 15. Male nach Krefeld eingeladen hatte. Ingesamt fünf Forschungsarbeiten haben die Hückelhovener vorgelegt.

Mit zwei ersten und einem zweiten Preis war man wieder überdurchschnittlich erfolgreich.

Die Erstplatzierten können überdies mit einer Einladung zum Landeswettbewerb nach Bochum rechnen. Tim Topüth aus Wassenberg und Jonas Fell aus Hückelhoven sind erst 14 Jahre alt. Das hinderte die beiden nicht, ein PC-Programm zur „Unterstützung des Unterrichts in naturwissenschaftlichen Fächern mit Wii-Mote Whiteboard” zu entwickeln.

Mit Hilfe der Wii-Nintendo-Konsole lässt sich das Programm sowohl stationär als auch mobil anwenden, und zwar für ganz unterschiedliche Aufgaben wie im Kunstunterricht zerstörungsfreie Graffiti herstellen, in der Physik Messwerte zu erfassen, die bei Erschütterungen oder Schwingungen entstehen, oder auch Bewegungsprofile von Tieren in freier Wildbahn zu erstellen.

Die Jury staunte und vergab an das Jungforscher-Duo einen ersten Preis. Simon Goertz und Maximilian Axer, beide aus Hückelhoven, hatten sich mit der quantitativen Bestimmung von Eisen in Lebensmitteln mit Hilfe der Spektralphotometrie befasst. Die beiden wissen, dass die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, täglich etwa zehn Milligramm Eisen aufzunehmen.

Die beiden wissen nach ihren umfangreichen Untersuchungen nun genau, welche Nahrungsmittel dies gewährleisten. Der Jury imponierte vor allem das raffinierte Analyseverfahren, das die beiden entwickelt und angewendet hatten, und vergab auch an sie einen ersten Preis.

Christian Rauschen aus Hückelhoven hatte sich mit der Frage befasst, wie Veränderungen äußerer Gegebenheiten sich auf Hurrikane auswirken. Er zog dabei nicht nur ganz allgemein die Erderwärmung in Betracht, sondern kalkulierte unter anderem auch die nordatlantische Oszillation, das El-Nino-Phänomen und die Wassertemperatur ein. Dafür gab es einen zweiten Preis.

Des weiteren hatten Melanie Stienen mit dem Solardach der Schule befasst und Sascha Blättler Duftstoffe und Parfüms analysiert.

Ingesamt hatten in Krefeld 307 Teilnehmer 158 Arbeiten vorgestellt. Wettbewerbsorganisator Hartmut Schmitz, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerschaft Niederrhein, freute sich, dass 75 Teilnehmer zum wiederholten Male in die Konkurrenz gegangen waren.

Jury-Chef Peter Popovic sah weitere positive Tendenzen: Mehr ältere Schüler als in den Vorjahren hatten sich beteiligt und das Niveau der Siegerarbeiten deutlich angehoben. Mehrere Forschungsergebnisse wurden bereits zum Patent angemeldet. Hartmut Schmitz konnte auch schon eine Einladung aussprechen: Am 23. Februar 2010 findet in Krefeld wieder „Jugend forscht” statt.
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