Kreis Heinsberg - Junge Raser bereiten Sorgen

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Junge Raser bereiten Sorgen

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Der Einsatzleiter, Polizeihauptkommissar Leo Sieberichs (rechts), und das Team kurz vor Einsatzbeginn auf dem Parkplatz bei Geilenkirchen. Foto: Georg Schmitz

Kreis Heinsberg. 22.55 Uhr, Parkplatz Geilenkirchen-Hommerschen an der Bundesstraße 221. Drei junge Menschen im Alter von 19 bis 21 Jahren werden im Dunkel der Nacht von Polizeibeamten angehalten und in einen hell ausgeleuchteten Bereich eingewiesen.

Der Fahrer ist 600 Meter vorher von einer Radarpistole „geblitzt” worden. Die gemessene Geschwindigkeit: 94 km/h bei erlaubten 70 Stundenkilometern. Innerhalb der nächsten Minuten gehen zahlreiche weitere Raser den Beamten ins Netz.

Im Laufe der folgenden drei Stunden sollten es über zwei Dutzend Verkehrssünder sein, die aufgrund überhöhter Geschwindigkeit angehalten werden. Viele zählen exakt zu dem Klientel, dass die Kreispolizeibehörde Heinsberg mit ihrer Sonderaktion in der Nacht von Freitag auf Samstag ansprechen will.

Die „jungen Raser”, das sind die Menschen im Alter von 18 bis 24 Jahren, bereiten Polizei, Rettungsdiensten und Feuerwehren zunehmend Sorgen. „2008 verunglückten 255 junge Erwachsene in diesem Altersbereich, zwei verloren dabei ihr Leben, 43 wurden schwer verletzt”, weiß Polizeihauptkommissar Michael Okuhn.

Er ist Verkehrssicherheitsberater und für Unfallprävention bei der Kreispolizeibehörde zuständig. Zusammen mit Einsatzleiter Polizeihauptkommissar Leo Sieberichs von der Direktion Verkehr in Erkelenz und einem Dutzend weiterer Beamten verrichtet er seinen Dienst bei dem Sondereinsatz.

Neben dem Schwerpunkt „Geschwindigkeit” werden auch Alkoholkontrollen durchgeführt. Die Maßnahmen sind eingebunden in den Aktionstag „Alkohol” im Rahmen des Euregioprojektes „NeBeDe-AG-Pol”. Im Grenzraum der drei Nachbarländer Niederlande-Belgien-Deutschland beteiligen sich an 50 Kontrollstellen zahlreiche Polizeibeamte.
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