Junge Menschen aus der ganzen Welt im Workcamp vereint

Von: syn
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Naturerkundung am Rande der Eröffnung des Workcamps in der Nabu-Naturschutzstation Haus Wildenrath: Nina aus Südkorea, Thayene aus Brasilien und Michelle Ku aus Malaysia hatten ihre Freude. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. „Sprecht ihr alle deutsch?” Dies war die erste Frage des Wassenberger Bürgermeisters Manfred Winkens, als er am Montagvormittag die internationale Gruppe Jugendlicher in der Nabu-Naturschutzstation Haus Wildenrath begrüßte.

Die jungen Menschen kommen aus aller Welt und verfügen über eine gemeinsame Sprache: Sie unterhalten sich in Englisch. Für Winkens war dies auch kein Problem, also begrüßte er sie in der Weltsprache und lud sie ein, die Gegend und die Städte der Umgebung kennenzulernen. Dass der Wassenberger Bürgermeister in offizieller Mission auf Wegberger Gebiet unterwegs war, liegt daran, dass die Obstwiese der Naturschutzstation auf Wassenberger Terrain an der B221 liegt.

In der Nabu-Station hat das gut dreiwöchige Workcamp „Nature Art” begonnen. Unterstützt wird dieses Camp, das in Kooperation mit den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten realisiert wird, von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW.

18 junge Erwachsene aus zehn Nationen werden unter fachlicher Anleitung einen Picknickbereich im neuen Rheinischen Obstsortengarten schaffen. Neben einer achteckigen Pergola und einer Spalierhecke soll auch eine rollstuhlgerechte Pflasterung entstehen. Dafür arbeiten die Jugendlichen unter der professionellen Anleitung von Christoph Romboy, der das Camp gemeinsam mit Lisa Waigand leitet.

Die jungen Leute stammen aus Armenien, Ukraine, Brasilien, Malaysia, Japan, Südkorea, Costa Rica, Australien, Estland und Deutschland. Bis zum 31. August werden die 15 jungen Frauen und drei jungen Männer in der Naturschutzstation wohnen, auf Feldbetten schlafen und gemeinsam kochen und im Lehmofen backen. Neben der Arbeit im Obstgarten sind aber auch viele Aktivitäten geplant, wie die Teilnahme am Wassenberger Schlemmer-Markt und am Naturparktag.

Was treibt junge Menschen dazu, nach Wildenrath zu kommen und in den Ferien zu arbeiten? Keri Lee ist um die halbe Welt geflogen, um einmal das Leben auf dem Lande und die Arbeit in der Natur kennenzulernen und zu genießen. Die 22-jährige Krankenschwester lebt und arbeitet in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul, einer Metropole, in der Natur Mangelware ist. „Ich selber lebe in einem Hochhaus im 15.Stockwerk”, berichtete sie. Natur kennt sie eher aus dem Fernseher. Dass sie extra nach Deutschland gekommen ist, um das Landleben zu erkunden, liegt auch daran, dass sie in der Schule Deutsch gelernt hat und die deutsche Kultur sehr schätzt. Das Wetter fand sie aber eher enttäuschend. „Mir wurde von einer Hitzewelle berichtet, die hier herrscht.” Doch angesichts des grauen Himmels und der Pfützen mochte sie es nicht wirklich glauben. Auf die Arbeit mit jungen Menschen aus aller Herren Länder freut sie sich. „Ich lerne gerne neue Leute kennen. Und hier kommen sie auch noch aus allen möglichen Ländern.”

Um es ein wenig leichter zu haben, hat sich die Gruppe auf Englisch als gemeinsame Sprache geeinigt. Ein Umstand, der auch der 16-jährigen Bryanna sehr entgegenkommt. Die Australierin ist zwar für ein ganzes Jahr in Deutschland und weiß sich sprachlich durchaus weiterzuhelfen, aber den Klang der eigenen Muttersprache hört sie trotzdem gerne. Sie wohnt bei einer Gastfamilie nahe Nürnberg und macht in Wildenrath quasi „Urlaub vom Urlaub”.
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