Jugendrotkreuz unternimmt Zeitreise ins alte Rom

Von: hewi
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Die Kinder hatten viel Spaß: Das Zeltlager des Jugendrotkreuzes in Brachelen stand unter dem Motto „Zu Gast im alten Rom“. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Das Jugendrotkreuz im Kreis Heinsberg lädt jedes Jahr zum gemeinsamen Themen-Wochenende ein. Diesmal unternahmen die Jugendrotkreuzler auf dem Jugendzeltplatz in Brachelen eine Zeitreise ins alte Rom.

Durch einen Zeittunnel gelangten die rund 60 Teilnehmer aus dem Kreisgebiet sowie ihre Gäste vom JRK Mülheim an der Ruhr ins alte Rom. Das lag für vier Tage auf dem Jugendzeltplatz Ruraue in Brachelen und hatte einiges zu bieten. Denn neben Spiel und Spaß war viele Informationen und viel Wissenswertes zu den Römern zu erfahren. Spielerisch konnten die jungen Wochenend-Römer ihr Wissen erweitern und auch einiges über das soziale Miteinander lernen.

Ein Prinzip der Jahresfreizeiten beim JRK ist die Selbstständigkeit – es geht um die Mitarbeit der Kinder und Jugendlichen. „Wir fördern die soziale Kompetenz und die Selbständigkeit der Kinder, indem wir ihnen etwas zutrauen“, erklärte Marianne Küster-Eßer. Seit 15 Jahren organisiert sie die Jahresfreizeiten und präsentiert mit ihrem Team immer neue Ideen und Themen. Für das Wochenende war die Kreisleiterin des JRK als römische Göttin Juno in eine weiße Toga geschlüpft.

Im Zeltlager gab es selbst gebackenes römisches Geld aus Salzteig. Und was man verdiente, konnte man auch wieder ausgeben. „Wer zu viel ausgibt, kann sich durch zusätzliche Aufgaben neues Geld verdienen“, erläuterte Küster-Eßer. Ein Prinzip, das gut funktioniert und die Kinder auch für den Umgang mit Geld im echten Leben sensibilisiert. Man konnte es auch aufs Spiel setzen, zum Beispiel beim Orakel, das durchaus kniffelige Fragen beantwortet haben wollte. Für die richtige Antwort gab es Geld, für die falsche musste man zahlen.

Unter den Teilnehmern waren auch Kinder und Jugendliche mit Behinderung. Inklusion ist eine gesellschaftliche Forderung, die beim JRK längst praktiziert wird. „Wir freuen uns, dass jedes Jahr auch Kinder mit verschiedenen Behinderungen an unseren Freizeiten teilnehmen“, erklärte Küster-Eßer. Der Umgang miteinander wird so auch für die nicht behinderten Kinder normal und alltäglich. „Wir setzen Inklusion direkt um und machen damit durchweg gute Erfahrungen“, erklärte Rita Karsch, die als Hauptamtliche des DRK auch das Jugendrotkreuz betreut.

Für DRK-Kreisgeschäftsführer Lothar Terodde gestaltete sich der Besuch schwierig, denn im Zeittunnel wurde er zum Germanen, der erst einmal ausgiebig bekämpft werden musste. Letztendlich wurde ihm aber die Gunst gewährt, sich bei den Römern umzuschauen und auch römisches Essen zu probieren. Denn natürlich wurde stilecht gekocht, zum Beispiel Kesselgulasch nach römischem Rezept.

Terodde sieht schon heute viele neue Aufgaben für das Jugendrotkreuz. Denn wie nahezu alle Vereine leidet auch das JRK unter der schulischen Ganztagsbetreuung. „Viele Jugendliche haben heute keine Zeit mehr für eine gemeinsame Aktivität neben der Schule“, weiß er. Deshalb sei es mittelfristig wichtig, dass das JRK an den Schulen präsent sei und sich auch dort für die Ersthelferausbildung einsetze. „Jugendrotkreuz ist mehr als Ferienfreizeit“, betonte der DRK-Geschäftsführer. „Hier können die Heranwachsenden auch persönliche Qualifikationen erwerben, die ihnen im Leben von Nutzen sein können.“

Im September geht es beim JRK mit dem Teddybären-Krankenhaus für pflegebedürftige oder ramponierte Kuscheltiere weiter.

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