Jugendliche simulieren den Weg der Gesetzgebung

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Der SPD-Bundestagsabgeordnete Norbert Spinrath (r.) und Jan-Gottfried Esser aus Heinsberg-Oberbruch.
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Der CDU-Bundestagsabgeordnete Wilfried Ollers (r.) und Tim Heinrichs aus Selfkant-Havert.

Kreis Heinsberg. Im Bundestag fand erneut die Veranstaltung „Jugend und Parlament“ statt. Insgesamt 315 Jugendliche im Alter von 17 bis 20 Jahren aus dem gesamten Bundesgebiet nahmen teil und stellten in einem großen Planspiel das parlamentarische Verfahren nach. Die Teilnehmer übernahmen für vier Tage die Rollen von Abgeordneten und simulierten dabei den Weg der Gesetzgebung.

In der nachgestellten Plenardebatte standen verschiedene Gesetzesinitiativen zur Debatte: Festschreibung von Deutsch als Landessprache im Grundgesetz, Einführung bundesweiter Volksabstimmungen, Ausweitung der Beteiligung deutscher Streitkräfte an einer EU-geführten Militäroperation im fiktiven Staat Sahelien sowie die Verbesserung des Tierschutzes in der Landwirtschaft.

Auch der Heinsberger CDU-Bundestagsabgeordnete Wilfried Oellers durfte in diesem Jahr einen Jugendlichen aus seinem Wahlkreis nach Berlin entsenden. Die Wahl fiel auf Tim Heinrichs aus Selfkant-Havert. Er schlüpfte vier Tage in die Rolle des aus dem baden-württembergischen Öhringen stammenden – fiktiven – Abgeordneten Ben Beckers und war Mitglied der Fraktion PGS (Partei für Gerechtigkeit und Solidarität) als Regierungspartei war.

Der 17-jährige Schüler am Wirtschaftsgymnasium Geilenkirchen nahm viele positive Eindrücke mit nach Hause: „Es war toll, den Bundestag einmal hautnah zu erleben. Wir lernten auch die Arbeitsabläufe im Hintergrund kennen, zum Beispiel wie lange man in den Ausschüssen diskutieren muss, bis eine Formulierung steht. Das sind alles Abläufe, die man so als Außenstehender nicht mitbekommt. Ich musste zudem feststellen, dass die Abgeordneten wenig Freizeit und viele Sitzung wahrzunehmen haben. Die meiste Arbeit wird von der Öffentlichkeit so nicht wahrgenommen. Es war eine aufregende, aber auch recht anstrengende Zeit. Ich habe auf jeden Fall eine ganze Menge gelernt.“

Auf Einladung des Geilenkirchener SPD-Bundestagsabgeordneten Norbert Spinrath reiste auch Jan-Gottfried Esser aus Heinsberg-Ober­bruch für vier Tage nach Berlin. Esser: „Ich habe mich sehr über die Einladung von Herrn Spinrath und das persönliche Gespräch mit ihm gefreut. Und ich habe einen tollen Einblick bekommen, wie die Abgeordneten im Bundestag arbeiten. Und dass man als Abgeordneter nicht nur Reden schwingt, sondern auch harte Schreibtisch- und Überzeugungsarbeit leisten muss. Gar nicht so einfach die Arbeit eines Abgeordneten.“

Norbert Spinrath bezeichnete solche Veranstaltung als „enorm wichtig, bringen sie unseren jungen Menschen doch nahe, wie die Gesetze im Parlament entstehen“. Und auch Wilfried Oellers meinte: „Das Konzept hinter ,Jugend und Parlament‘ überzeugt voll und ganz.“

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