Aachen/Kreis Heinsberg - Jugendliche debattieren wieder um die Wette

Jugendliche debattieren wieder um die Wette

Von: Regine Beyss
Letzte Aktualisierung:

Aachen/Kreis Heinsberg. Die Zeit war knapp. Bevor es in die zwölfminütige Diskussion ging, hatte jeder Schüler zwei Minuten Zeit, um seine Position vorzustellen und zu begründen.

Die Schlussrede durfte lediglich eine Minute dauern. Doch die Kandidaten beim Regionalfinale von „Jugend debattiert” schlugen sich gut.

Ob Aufregung oder technische Probleme: Nichts konnte sie aus der Ruhe bringen, als sie vor kleinem Publikum in der Aula des Aachener Couven-Gymnasiums um den Einzug ins Landesfinale debattierten. „Die Schüler hatten eine Woche Zeit, sich auf ihr Thema vorzubereiten”, erklärte Guido Rütten, Regionalkoordinator des Rhetorikwettbewerbs.

„Aber erst gestern Abend haben sie erfahren, ob sie auf der Pro- oder Contra-Seite stehen.” In zwei Altersklassen traten jeweils vier Schüler an. Die Acht- bis Zehntklässler diskutierten, ob die private Haltung gefährlicher Wildtiere bundesweit verboten werden soll.

Shiwa Ghaei vom Couven-Gymnasium Aachen, Laura Emmerling und Christoph Hensen vom Cornelius-Burgh-Gymnasium Erkelenz und Maria Jankovic vom Geschwister-Scholl-Gymnasium Aachen gaben ihr Bestes, um vor der dreiköpfigen Jury zu bestehen.

„Es war eine ungewohnte Atmosphäre”, erzählte Laura Emmerling. „In den vorigen Runden hatten wir keine Bühne, keine Pulte und keine Mikrofone.” Trotzdem meisterte die Gymnasiastin die Situation problemlos und belegte den ersten Platz. Gemeinsam mit der zweitplatzierten Shiwa Ghaei wird sie am NRW-Landesfinale teilnehmen.

Ebenfalls dort antreten werden Pascal Förster vom Einhard-Gymnasium Aachen und Simon Krause vom Inda-Gymnasium Kornelimünster. Sie belegten den ersten und zweiten Platz in der Altersstufe der zehnten bis 13. Klassen. In der Diskussion über Schusswaffen in Privathaushalten setzten sich die beiden gegen Marc Mazur vom Inda-Gymnasium Kornelimünster und Maria Wagner von der Betty-Reis-Gesamtschule Wassenberg durch.

Vor allem vier Kriterien waren dabei relevant. „Die Schüler müssen Sachkenntnis, Gesprächsfähigkeit, Ausdrucksvermögen und Überzeugungskraft beweisen”, sagte Koordinator Rütten. Die Jury vergab dafür jeweils einen bis fünf Punkte.

Unter anderem waren Gisela Nacken, Umweltdezernentin der Stadt Aachen, Dr. Jürgen Jansen, ehemaliger Dozent für Politische Wissenschaft an der RWTH, und Andreas Müller, Fraktionsvorsitzender der Linken im Stadtrat, unter den Juroren. Sie waren begeistert von der Qualität der Debatten und gaben den Kandidaten vor der Siegerehrung eine persönliche Rückmeldung.

„Die Schüler stärken hier nicht nur ihre Persönlichkeit und Sprache”, sagte Günther Sonnen, Schulleiter des Couven-Gymnasiums. „Schließlich ist die Diskussion das Grundelixier der Demokratie und des sozialen Lebens.”
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