Kreis Heinsberg - Jugendamtsumlage steigt deutlich an

Jugendamtsumlage steigt deutlich an

Von: disch
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Kindertagesstätte
Der Anstieg um 2,3 Millionen Euro resultiere unter anderem aus erhöhtem Finanzierungsbedarf für die Tageseinrichtungen für Kinder. Foto: Rolf Vennenbernd

Kreis Heinsberg. So erfreulich die Stabilität bei der allgemeinen Kreisumlage für die zehn kreisangehörigen Städte und Gemeinden ist (sie sollen laut Haushaltsentwurf für das Jahr 2018 insgesamt 127 Millionen Euro an den Kreis zahlen – die identische Summe wie im Planansatz des 2017er Etats), so bitter war die Kunde mit Blick auf den Umlagebedarf für das Kreisjugendamt: Er steigt von 24,2 auf 26,5 Millionen Euro.

Der Anstieg um 2,3 Millionen Euro (oder 9,5 Prozent) sei „sehr vielschichtig begründet“, erklärte Kämmerer Michael Schmitz in der Kreistagssitzung. Er resultiere vor allem aus erhöhtem Finanzierungsbedarf für die Tageseinrichtungen für Kinder, aus höheren Betriebskostenzuschüssen für die offenen Jugendeinrichtungen, aus steigenden Aufwendungen für die Heimunterbringung von Minderjährigen sowie aus der Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes.

Die höheren Finanzierungsanteile von Bund und Land für den Unterhaltsvorschuss würden nach Einschätzung des Jugendamtes nicht zur Kompensation der Mehraufwendungen reichen, so Schmitz. Die Jugendamtslage ist von den Städten Übach-Palenberg, Wassenberg und Wegberg sowie den Gemeinden Gangelt, Selfkant und Waldfeucht zu zahlen. Für sie ist das Kreisjugendamt zuständig, während Erkelenz, ­Geilenkirchen, Heinsberg und ­Hückelhoven über eigene städtische Jugendämter verfügen.

Bei den Schlüsselzuweisungen verzeichnet der Kreis laut Kämmerer den höchsten Zuwachs der letzten zehn Jahre. Sie steigen nach Modellrechnung des Landes auf 43,6 Millionen Euro; ein Plus von 5,3 Millionen gegenüber 2017.

Der Kreis hat für die Landschaftsumlage, die an den Landschaftsverband Rheinland (LVR) zu zahlen ist, 61 Millionen Euro veranschlagt; 5,1 Millionen mehr als 2017. Der neue Ansatz basiere auf dem derzeit gültigen Hebesatz aus dem LVR-Doppelhaushalt 2017/2018. Der LVR werde voraussichtlich im Mai über Nachtragshaushalt und Hebesatzsenkung entscheiden.

Wenn die Entwicklung des Kreis-Haushaltes im ersten Halbjahr 2018 positiv verlaufe und die Senkung der Landschaftsumlage verbindlich feststehe, könnte es nach Meinung von Landrat Stephan Pusch (CDU) geboten sein, einen Teil der Verbesserung an die kreisangehörigen Kommunen weiterzuleiten.

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