Heinsberg - „Jugend musiziert”: Celina Dos Santos gehört zu Deutschlands Besten

„Jugend musiziert”: Celina Dos Santos gehört zu Deutschlands Besten

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Jugendmusikschulleiter Theo Kr
Jugendmusikschulleiter Theo Krings, Guido Janssen, Frank Ollertz (von links) tragen Celina nach ihrem Erfolg beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert” auf Händen.

Heinsberg. Einen überwältigenden Erfolg konnte Celina Dos Santos bei Deutschlands wichtigstem Musikwettbewerb „Jugend musiziert” feiern. Beim Bundeswettbewerb in Stuttgart erreichte die 15-Jährige aus Heinsberg-Dremmen in der Kategorie Musical 23 von 25 maximal möglichen Punkten und zählt damit zu den drei Besten ihrer Altersgruppe in Deutschland.

„Jugend musiziert” wird vom Deutschen Musikrat ausgerichtet. Mehr als 20.000 Jugendliche beteiligen sich jedes Jahr in den unterschiedlichen Kategorien. Die erste Stufe bildet der Regionalwettbewerb, der in der Region Aachen die Kreise Heinsberg, Düren, Euskirchen und Stadt und Städteregion Aachen umfasst. Hier hatte sich Celina Ende Januar als Beste ihrer Altersgruppe für den Landeswettbewerb NRW qualifiziert. Sowohl beim Regional-, als auch beim Landeswettbewerb gilt es, jeweils 23 von 25 Punkten zu erreichen, um sich für die nächste Stufe zu qualifizieren. Kurz vor den Osterferien gelang Celina dieses Kunststück auch beim Landeswettbewerb in Köln. Mit 24 Punkten war sie erneut beste ihrer Altersgruppe IV (15-16 Jahre) und wurde zum Bundeswettbewerb weitergeleitet.

Mit diesem Erfolg konnte sie sich nahtlos in die Riege ihrer Klassenkameraden von der Heinsberger Jugendmusikschule einreihen. Schon 2006 und 2009 - jede Kategorie wird bei „Jugend musiziert” nur alle drei Jahre ausgetragen - hatte jeweils ein Musiker aus der Gesangsklasse von Guido Janssen in der Kategorie Musical den Durchbruch zum Bund geschafft. Alle haben inzwischen ein entsprechendes Studium aufgenommen oder abgeschlossen. Mit Anja Backus, ab Sommer 2012 Ensemblemitglied bei „Elisabeth” in Wien, zeichnet heute sogar eine „Ehemalige” wesentlich für den Bereich Musical ihrer alten Ausbildungsstätte und Celinas Wettbewerbsvorbereitung mit verantwortlich.

Zum Bundeswettbewerb reiste Celina mit ihren Eltern, Klavierbegleiter Frank Ollertz und Musikschulleiter Theo Krings nach Stuttgart ins Theaterhaus. In ihrer Altersgruppe verlangen die Wettbewerbsregeln einen Beitrag von 15 bis 20 Minuten. Dieser muss mindestens zwei Lieder, eine Tanzchoreographie und einen Monolog enthalten. Der gesungene Teil muss sich dabei aus mindestens einem schmissigen „Uptempo-Song” und einer Ballade zusammen setzen. Eine besondere Schwierigkeit bildet die Vorgabe, dass alle Elemente zu einer geschlossenen szenischen Performance verbunden und natürlich auswendig vorgetragen werden müssen. Entsprechend sind neben der musikalischen auch ausführliche dramaturgische Vorbereitungen und eine detaillierte Regiearbeit notwendig.

Celina begeisterte die hochkarätig besetzte Jury mit drei in eine komplexe Szene eingebetteten Songs aus „Elisabeth”, „Arielle” und „Funny Girl”. Schon die Publikumsreaktion ließ erahnen, was die Jury später im obligatorischen Beratungsgespräch und in ihrer Wertung ausdrückte: die junge Dremmenerin hatte eine absolut authentische und fesselnde Vorstellung abgeliefert, die niemanden unberührt zurück ließ. Belohnt wurde sie dafür mit tollen 23 Punkten. Das entspricht auf Bundesebene einem zweiten Preis und war die hinter Robin Neck (Baden-Württemberg, 25 Punkte) und Anna Overbeck (Rheinland-Pfalz, 24 Punkte) dritthöchste Wertung. Natürlich war die Freude auch bei Eltern und Lehrern groß. Aber nach dem Erfolg ist bekanntlich vor dem nächsten Ziel: noch in Stuttgart wurden schon die nächsten Projekte für Celina und ihre Mitstreiter an der Jugendmusikschule in Angriff genommen.

„Wir freuen uns riesig! So etwas kann man nicht erwarten. Celina ist sehr begabt und hat mit ihren Betreuern toll gearbeitet. Aber wenn es soweit ist, steht sie alleine auf der Bühne und muss Jury und Publikum fesseln”, ist Musikschulleiter Theo Krings von seinem Schützling begeistert.
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